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Mobile Ausbildungszentren in Bangladesch

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Mechanikausbildung

Sie heißen Aroti, Farida, Abut, Balak - junge Menschen in Bangladesch. Sie leben Hunderte von Kilometern voneinander getrennt, doch sie verbindet das Schicksal und ein Traum.

Das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen und ihren Familien. Die Väter sind arbeitslos oder verdienen wenig Geld auf den Feldern anderer, ihre Mütter versorgen die Geschwister oder arbeiten auf dem Feld mit. Und sie selbst?

 

Meist verlassen sie früh die Schule, um den Eltern zu helfen. Das tägliche Überleben muss gesichert werden. Eine Krankheit bedeutet Lohnausfall und Hunger. Endstation Hilfsarbeiter! Endstation Hoffnungslosigkeit?

Der gemeinsame Traum bildet einen oft schmerzhaften Kontrast zum Erlebten. Schulausbildung, Berufsausbildung, Geld für sich und die Familie verdienen. Mit dem täglichen Überlebenskampf soll Schluss sein. Man will gute Arbeit leisten - und gutes Geld verdienen. Nein, keine Spitzengehälter. Es soll reichen für die Grundbedürfnisse.

 

Mechanikausbildung

 

Freunde von Aroti und Abut versuchten eine Abkürzung; der Traum musste doch in Erfüllung gehen. "Zuflucht Dhaka", heißt der Titel eines traurigen Films, den das Leben tagtäglich schreibt. Die Freunde versuchten ihr Glück in der Großstadt. Das bessere Leben musste sich doch einfach einstellen. Die Freunde haben es nicht geschafft! Eine Freundin ist damit beschäftigt, gelegentlich Ziegelsteine zu zertrümmern - für wenig Geld! Ein Freund arbeitet ab und zu als Rikschafahrer, oft hat er keine Arbeit. Ihre neue Zuflucht ist der städtische Slum. Damit teilen sie das Schicksal von fast vier Millionen Menschen allein in Dhaka. Tendenz zunehmend! Im Slum der Großstadt angekommen, bemerken viele Arbeitsuchenden den Irrtum. Sie haben Perspektivlosigkeit gegen Perspektivlosigkeit eingetauscht.

Und der Traum? Für Aroti, Abut und Balak ist er wahr geworden. Und auch für Farida.

Farida sitzt an einer Nähmaschine und hört aufmerksam ihrer Ausbilderin zu. Wenn Frau Murmu Anleitungen gibt, herrscht bei den 15 Azubis absolute Konzentration. Nebenan ist es nicht anders. 15 junge Männer werden zu Mechanikern ausgebildet. Das Leben der jungen Leute spielt sich tagsüber in einem Ausbildungszentrum ab, eine praktische Wellblechkonstruktion mit einer Länge von 12,20 m und einer Breite von 4,90 m. Dazu gibt es noch ein Außengelände, wo die jungen Männer Motoren auseinander nehmen oder sich mit anderen Maschinen beschäftigen können.

 

 

Nach sechs Monaten ist die Ausbildung zu Ende. Die Bevölkerung vor Ort baut das Ausbildungszentrum ab und bereitet alles für den Weitertransport vor. Dazu werden häufig Ochsenkarren eingesetzt. Schon warten andere Azubis sehnsüchtig auf das bewegliche ("mobile") Ausbildungszentrum.
Caritas Bangladesh, unser Partner, ist eine der führenden Organisationen des Landes im Bereich Berufsausbildung. Man hat sich für mobile Ausbildungszentren entschieden, damit die Azubis und ihre Familien Kosten sparen. Für Mädchen wie Farida wäre eine Teilnahme am Kurs gar nicht möglich. Nicht nur wegen der Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Im konservativen Bangladesch können unverheiratete Mädchen nicht einfach ihr Zuhause verlassen, wollen sie nicht als "Freiwild" angesehen werden.

Mechanikausbildung

 

Mechanikausbildung

Unser Partner reagiert auf Anfragen aus der jeweiligen Region. Ein Team, bestehend aus einem technischen Berater und einem Arbeitsberater, prüft das Gebiet, von wo eine Anfrage vorliegt. Dabei wird geprüft, ob es eine genügend große Zahl an potenziellen Azubis gemäß bestehender Kriterien gibt (monatliches Familieneinkommen liegt unter 36 Euro, landlos, sozial benachteiligt). Gibt es Trinkwasser und sanitäre Anlagen und natürlich einen Platz für das mobile Ausbildungszentrum? Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird ein örtliches Aufsichtskomitee gebildet. Die Bevölkerung vor Ort soll Verantwortung übernehmen. Und das tut sie auch! Der Standort für das Ausbildungszentrum wird kostenlos zur Verfügung gestellt und die Azubis werden vom Komitee und den Mitarbeitern der Caritas ausgesucht. Der Aufbau des Ausbildungszentrums ist Gemeinschaftsarbeit.

 

 

 

 

"Nach ihrer Ausbildung machen sich viele Azubis selbstständig oder nehmen eine Anstellung in ihrem Dorf oder der näheren Umgebung an", erklärt Felix Gomes, Projektdirektor und Mitarbeiter der Caritas Bangladesh. Die Perspektiven sind in der Tat traumhaft. Die meisten Auszubildenden kommen binnen weniger Monate in Arbeit. In der Regel handelt es sich um langfristige Anstellungen bzw. gesunde Unternehmungen. Die Familien haben mehr Geld, das sie u.a. in die Bildung ihrer Kinder investieren oder in bessere Nahrung. Sie leben und sind gesünder. Außerdem werden wichtige und nachhaltige Impulse für die dörfliche Wirtschaft gegeben. Auch sinkt der Druck, in die großen Städte abzuwandern.

 

 

 

Es spricht sich herum: Die Berufsausbildung gehört zu den wichtigsten Bereichen für die Entwicklung Bangladeschs. Und gibt es etwas Schöneres als Träume zu erfüllen?

Andheri-Hilfe unterstützt gegenwärtig 11 mobile Ausbildungszentren. Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit.

 

Wollen Sie mithelfen, dass Träume in Erfüllung gehen?

Sie können eine Ausbildungsprojektpartnerschaft übernehmen

oder einen Wertschein, unsere besondere Geschenkidee, für einen Ausbildungsplatz erwerben

direkt zur Online-Spende!

Kontakt: Dr. Martin Peter Houscht

 

 

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