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Förderung von Straßenkindern und Straßenbewohnern

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Projekt-Steckbrief

Projekttitel
Förderung von Straßenkindern und Straßenbewohnern

Partnerorganisation
Karunalaya Social Service Society- Centre for Street and Working Children

Projektnummer
I-61-47/99

Finanzierung
Andheri-Hilfe unterstützt das Projekt im Zeitraum 01/07 bis 03/10 mit 94.816 Euro

Hauptaktivitäten

  • Straßenkinderzentrum (mit Übernachtungsmöglichkeiten)
  • Berufsausbildungen für Jugendliche
  • Förderung beim Aufbau von Kleinunternehmen
  • Bildung von Selbsthilfegruppen

Kosten

  • Kosten sechstägiges Training für Jungen und Mädchen zur Vermittlung von Alltagskompetenzen (life skills): 4 Euro
  • Familienreintegration für ein Straßenkind: 16 Euro
  • Monatliches Gehalt eines Streetworkers: 75 Euro

Seit dem Jahr 2000 arbeitet die Andheri-Hilfe in Chennai mit Mr. Paul Sunder Singh und seiner Organisation "Karunalaya" zusammen, welche im Jahr 1995 mit dem erklärten Ziel der Sorge um Straßenkinder entstand.

Es geht um Chancen für Kinder, die auf den Straßen dieser Millionenstadt gestrandet sind - ohne Hilfe, ohne Schutz, ohne Hoffnung.

Es geht auch darum, andere Kinder vor diesem Elend zu bewahren. So wurde im Laufe der Jahre die Zielgruppe erweitert auf Familien, die auf der Straße leben, so genannte "pavement dwellers", Menschen, deren Zuhause eine Plastikplane am Straßenrand ist, die immer in Gefahr sind, hier vertrieben zu werden, die keinerlei Sicherheit haben. In „Barracks Road“ leben z.B. 250 Familien am Straßenrand und unter einer Brücke in menschenunwürdigen Bedingungen!

So ist das Besondere an diesem Projekt, das ohne Ausnahme die Ärmsten der Armen in der südindischen Metropole Chennai erreicht werden sollen.

Was bisher erreicht wurde:
Andheri-Hilfe hat den Kauf eines Gebäudes für ein Straßenkinderzentrums finanziert. Es ist ein „offenes Haus“: Straßenkinder können kommen und gehen, wann sie wollen. Sie können hier in Sicherheit übernachten, sich waschen, sich Essen kochen. Hier werden sie im Krankheitsfalle versorgt. Die psychologische Betreuung spielt eine wichtige Rolle, denn jedes dieser Kinder hat seine eigene traurige Geschichte zu erzählen. Die Projektmitarbeiter unterstützen die Straßenkinder dabei, eine Entscheidung über ihre Zukunft zu treffen: wollen sie zur Familie zurück, in der Stadt zur Schule gehen, eine Ausbildung machen...? In der letzten dreijährigen Projektphase (2003-2006) konnten 673 Kinder in ihre Familien zurückgeführt werden! 59 Kinder konnten (wieder) in die Schule aufgenommen werden. 353 Straßenjungen haben eine Ausbildung als Schneider gemacht, 20 als Fahrer, 35 als „Street Workers“, um dann selbst mit den Straßenkindern zu arbeiten. Für 20 ältere Jungen konnten gute Arbeitsstellen auch ohne Ausbildung gefunden werden.

Die Arbeit im Bereich der Prävention ist nicht minder wichtig: In 4 Slums gibt es "Kinderclubs": 472 Kinder erhalten hier täglich Förderunterricht - meist einfach an einer Straßenecke auf dem Boden sitzend. 216 junge Mädchen konnten als Schneiderinnen ausgebildet werden und 158 Slumfrauen haben sich in Frauengruppen zusammen geschlossen: Sie sparen kleinste Beträge, realisieren mit Kleinkrediten ihrer Gruppe kleine Einkommensprojekte, sie setzen sich für die Bildung ihrer Kinder ein und stellen tief verwurzelte Traditionen wie Kinderheirat oder Mitgift in Frage.

Wie es weitergeht:
In der aktuellen Projektphase arbeitet unser Partner mit ca. 1.500 Straßenkindern, mit etwa 600 Kindern, die mit ihren Familien auf der Straße leben, mit Jugendlichen, Frauen und Männern.

Das Ziel ist nach wie vor, die Lebensbedingungen der ärmsten und am stärksten verwundbaren Menschen im Norden der Millionenstadt Chennai zu verbessern.

Konkrete Maßnahmen sind dabei z. B. die Weiterführung des Zentrums für Straßenkinder und die Rehabilitation von Straßenkindern und Kinderarbeitern. Als Präventionsmaßnahme findet ein Förderunterricht für die Kinder aus den Slums und von den Gehsteigen statt, damit sie die Schule nicht abbrechen. Jugendliche werden beruflich ausgebildet und bei der Arbeitsplatzsuche bzw. beim Aufbau eines eigenen Kleinunternehmens unterstützt. Die Frauen in den Slums und auf den Gehsteigen werden u. a. durch den Aufbau von Gruppen gefördert, es werden Führungspersönlichkeiten ausgebildet und Ausbildungen in handwerklichen Fertigkeiten angeboten.

Auch unter den Männern findet eine Förderung von Führungskräften statt, damit auch diese sich in Gruppen organisieren und gemeinsam für die Entwicklung in ihren Slums einsetzen können.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Verbreitung von Informationen an die Öffentlichkeit über die Situation der Straßenkinder und auf der Straße lebenden Familien mit dem Ziel, die Bevölkerung zu motivieren, diese besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen nicht anzufeinden, sondern im Gegenteil sie zu unterstützen.

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