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Bundespräsident Köhler besucht größten Andheri-Hilfe-Partner in Indien (06. Februar 2010)

Pune: Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, besuchte am Samstag (6.2.) das ‚Watershed Projekt’ in Darewadi im Distrikt Ahmednagar.
Köhler nahm sich vier Stunden Zeit, um sich über das Projekt zu informieren und mit den Einheimischen zu sprechen. Er brachte seine tiefe Wertschätzung zum Ausdruck für die gemeinschaftlichen Anstrengungen der Menschen, die ein Dorf, welches nach Wasser dürstete, in einen Zufluchtsort verwandelten, welcher geprägt ist von saftigem Grün und wo eine große Vielzahl von Getreide und Gemüse wächst.
„Obwohl ich aus meinem eigenen Land keine Wasserknappheit kenne, so haben mir die Anstrengungen der Menschen hier doch klar vor Augen geführt, wie sie einen Mangel in eine Chance verwandelt haben. Das hilft einem zu verstehen, dass Wasser Leben ist.“, sagte er.
(auszugsweise Übersetzung eines Artikels in der „Sunday Times of India“ vom 7.2.2010)

Sahebrao Phad, ein Kleinfarmer aus Darewadi, erklärt dem Präsidenten und seiner Frau die durchgeführten Watershed-Maßnahmen

1989 begann die Zusammenarbeit zwischen WOTR (Watershed Organisation Trust) und der deutschen Regierung unter dem „Indo-German Watershed Development Programme“ im indischen Bundesstaat Maharashtra. Seit dem Jahr 2001 arbeitet auch die Andheri-Hilfe mit WOTR zusammen: In Maharashtra haben wir z.B. gemeinsam weitere Dörfer dabei unterstützt, „aus Wüsten grüne Zufluchtsorte“ werden zu lassen. Immer wieder durften wir erleben, wie in lebensfeindlichen, dürren Gebieten neues Leben wuchs; wie Menschen, die auf der Suche nach Wasser und Arbeit migriert waren, wieder in ihre Heimat zurückkehrten.
Deshalb unterstützen wir gern die Ausdehnung der Arbeit von WOTR auf zwei weitere Bundesstaaten: Seit 2006 nach Madhya Pradesh, seit 2008 nach Rajasthan. Wir sind dankbar, dass beide Projekte vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert werden.
Dies dürfte ganz im Sinne von Bundespräsident Köhler sein, der in Darewadi geäußert hat, dass mehr solche „Watershed Projekte“ realisiert werden sollten, da sie das Leben der Menschen und der Gemeinschaften grundlegend verändern. Diese Projekte bringen den Menschen Würde, sagte er.

Bundespräsident Köhler betonte in seiner Ansprache vor der Deutsch-Indischen Handelskammer in Mumbai: „Viel zu lange haben wir geglaubt, dass uns ein einfaches ‚immer mehr’ glücklich macht - egal welche Folgen dieses ‚immer mehr’ für unsere Mitmenschen und für nachfolgende Generationen hat. Wäre es nicht viel besser, nur noch so zu genießen, zu produzieren und zu konsumieren, dass wir das mit dem Erhalt unserer Einen Welt vereinbaren können?“

Der Präsident unterhält sich im Feld mit den Dorfbewohnern aus Darewadi.

 

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Indischer Kulturabend am Samstag den 06.Februar 2010
in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg

Am Samstag, dem 6. Februar 2010, fand in der Stadthalle Bad Godesberg, eine große Festveranstaltung anlässlich des 60. Republic Day Indiens statt. Bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, Kultur und Wirtschaft nahmen an diesem Tag an der Feier teil.

 

Rosi Gollmann, Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe hat an diesem Abend die Festrede gehalten.

Einleitung
60 Jahre Republik Indien! Gern folge ich der Einladung, zur Feier dieses bedeutenden Ereignisses zu Ihnen zu sprechen. Und das zunächst, weil ich als Gründerin der deutschen Andheri-Hilfe ihrem Land seit genau 50 Jahren eng verbunden bin; darüber hinaus aber, weil gerade Deutschland der überaus reichen indischen Kultur und Geschichte immer schon mit wachem Interesse und mit tiefer Sympathie gegenüber stand - auch hier in Bonn, wo schon 1818 August Wilhelm Schlegel den ersten indologischen Lehrstuhl einnahm.
Indien kann auf eine lange und vielfältige Vergangenheit zurückschauen - angefangen von den ersten geschichtlich bekannten Siedlungen im Industal im 4. Jahrtausend vor Christus über lange Zeiten verschiedener befruchtender aber teils auch belastender Einflüsse bis letztendlich zur Unabhängigkeit am15. August 1947.
In diese 60 Jahrhunderte zurückzuschauen, kann hier und heute nicht meine Aufgabe sein; wohl aber kurz Rückschau zu halten auf die letzten 60 Jahre seit der Verabschiedung der freiheitlichen Verfassung Indiens am 26. Januar 1950.
Zu diesem wichtigen geschichtlichen Ereignis gratuliere ich von ganzem Herzen. Mit Ihnen allen und dem indischen Volk, dem ich mich so sehr verbunden fühle, teile ich die Freude des heutigen Festes.

Was wurde geleistet?
Die Gründer der indischen Verfassung setzten sich 1950 hohe Ziele, die auch heute noch begeistern und herausfordern: „soziale, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit, Freiheit der Gedanken, der Meinungsäußerung, des Glaubens, des Bekenntnisses und der Religionsausübung sowie der politischen Gleichberechtigung und Chancengleichheit“.
Es steht außer Frage: Die indische Republik hat bei der Verfolgung dieser Ziele Enormes geleistet Und das bei einer extrem heterogenen Bevölkerung mit großen Unterschieden im ethnischen Bereich, in Kultur, Sprache, Religion, Kaste usw. Dazu bei einer Nation, die sich in den letzten 60 Jahren von 360 Millionen auf heute fast 1.2 Milliarden Bewohner mehr als verdreifachte Eine gewaltige Herausforderung für ein Land, das in zwanzig Jahren China als das zur Zeit bevölkerungsreichste Land der Erde überholt haben wird.

Weltweit genießt Indien für den Auf- und Ausbau seiner Demokratie größten Respekt und höchste Anerkennung. Die lobend gemeinten Begriffe wie „erwachter Riese“ und „galoppierender Elefant“ schätze ich allerdings nicht: Sie sind zu spielerisch im Hinblick auf das, was unter höchsten Anstrengungen tatsächlich erreicht wurde, z.B. in den Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheit und Bildung, beim Aufbau einer vielgestaltigen und leistungsfähigen Infrastruktur, der Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem aber da, wo es um den Aufbau und um die Festigung einer freiheitlichen politischen und gesellschaftlichen Ordnung ging.

Lassen Sie mich zur Erfolgsbilanz der letzten 60 Jahre nur einige frappierende Zahlen nennen:
. Die Lebenserwartung der indischen Bevölkerung verdoppelte sich von
damals 35 auf fast 70 Jahre;
. die Alphabetisierungsrate konnte von 18 % auf heute fast 70 % gesteigert werden;
. Indien verfügt heute weltweit über das drittgrößte Reservoir an Ingenieuren;
. das Wirtschaftswachstum des so genannten Schwellenlandes liegt seit Jahren mit
einer jährlichen Steigerung von 7 - 9 % weit über dem Weltdurchschnitt
(davon können Industrieländer wie Deutschland nur träumen);
. außerordentlich beachtlich sind ferner die gewachsenen wissenschaftlichen und
kulturellen Leistungen Indiens;
. vor allem aber ist es der größten Demokratie der Welt gelungen, der sozialen
Gesetzgebung einen wichtigen und unumstrittenen Platz
einzuräumen.

Wie sieht die realistische Situation aus?
Aber diese bewundernswerten Fortschritte Indiens, seine rasante Öffnung und Modernisierung, fordern ohne Zweifel ihren Preis. Das bleibt auch dem Indienbesucher, der in kürzeren Zeitabständen das Land bereist, nicht verborgen:
. Das Leben in Indien ist allgemein unruhiger und hektischer geworden
im Vergleich zu der vor allem von den Religionen her bestimmten
früheren beschaulichen Lebensweise.
. Der Einfluss der westlichen Konsumkultur hat eine nicht zu übersehende
Verunsicherung in Indien zur Folge: Welche Werte gelten heute noch in diesem
einst traditionell selbstgenügsamen Land? Eine Frage mit der vor allem die junge
Generation konfrontiert ist.
. Nicht zu übersehen sind außerdem die Einfallstore für fundamentalistische bis
terroristische Strömungen und für gewaltsame Konflikte in den verschiedensten
Gesellschaftsgruppen, weithin begründet in Unzufriedenheit, weil die Schere
zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft.

Auf der globalen Weltbühne ist das Image Indiens das einer boomenden Wirtschaftsmacht. Und immer lauter wird die Frage in den staatlichen Einrichtungen und in der Zivilgesellschaft der Industrieländer: Bedarf dieses Indien noch der Förderung von außen? Gehört es - trotz bedrückender statistischer Zahlen in offiziellen Statistiken - zur „Gruppe der 170 so genannten „armen“ Ländern der Welt, oder ist es als Mitglied der „G 20“ jetzt schon den größten Volkswirtschaften der Welt und damit dem Club der globalen Elite zuzurechnen?

Uns Deutschen mit unseren eigenen wirtschaftlichen und sozialen Problemen steht es schlecht an zu kritisieren. Aber es kann nicht verschwiegen werden, dass bei der Verteilung des erzielten Wohlstands einem Großteil der indischen Bevölkerung die Teilhabe an diesem wirtschaftlichen Fortschritt verwehrt bleibt.
Indien selbst weiß sehr wohl um diese schmerzlichen Defizite: Der indische Innenminister Chidambaram fordert daher eine dringend notwenige „inklusive Entwicklung“. Er betont, wie notwendig es ist, dass Chancengleichheit und Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen - in der Präambel der indischen Verfassung fest verankert - , tatsächlich verwirklicht werden - hier und heute - für j e d e n Bewohner Indiens, auch für den Ärmsten.

Und es schmälert keineswegs die berechtigte Freude des heutigen Festes, sondern erhöht sie meines Erachtens, dass Indien um seine großen Herausforderungen der Zukunft weiß: Indien will und kann nicht länger dulden,
. dass die Früchte seines Wirtschaftswachstums immer noch extrem
ungleich verteilt sind,
. dass einem beträchtlichen Teil der indischen Bevölkerung trotz begünstigender
Quotenregelungen auch heute noch der Zugang zum Aufstieg fehlt,
. dass durch ungerechte Besitz- und Einkommensverteilung immer noch 2/3 der
indischen Bevölkerung im Mangel leben, davon 1/3, das sind 350 Millionen sogar
unterhalb der Armutsgrenze, die bei einem täglichen Einkommen von nur 1 Dollar
liegt,
. dass ungenügende medizinische Versorgung hohe Kinder- und Müttersterblichkeit
zur Folge hat,
. dass die Rechtstellung der Frau trotz vieler guter Gesetze zu ihren Gunsten im
gesellschaftlichen Leben weithin immer noch ungesichert ist,
. dass die Infrastruktur des Landes, besonders Wasserversorgung, Energiesystem,
dazu Transport und Telekommunikation, noch der nötigen Förderung entbehrt,
. dass die Umwelt mit ihren natürlichen Ressourcen dringend des Schutzes vor
weiterer Schädigung bedarf.

Welche Aufgaben ergeben sich daraus?
Ich wiederhole: Es geht mir am heutigen Festtag nicht um Kritik, die uns im Westen ohnedies nicht zusteht. Im Gegenteil: Indien darf das risikoreiche Wohlstandsmodell des Westens keinesfalls als Vorbild anstreben. Gerade in der augenblicklichen Krise haben die westlichen Industrieländer schmerzhaft erkannt, dass sie selbst nicht länger dem Prinzip „Mehr ist nicht genug“ frönen dürfen.

Es geht um viel Wesentlicheres für die Republik Indien, denn wirtschaftliches Wachstum ist nicht gleichzusetzen mit “menschlicher Entwicklung“:
Es geht um ein Maß an Wohlfahrt und Bildung für a l l e indischen Bürger, das ihre Existenz sichert, dem Recht und der Würde jedes Einzelnen entsprechend.
Das aber bedeutet, umfassende soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein friedliches Miteinander zu verwirklichen und dabei ein ökologisch vertretbares Wachstum und einen Ressourcen schonenden Lebensstil anzustreben.

Die indische Republik hat in den zurückliegenden 60 Jahren so Unglaubliches geleistet - man spricht vom „incredible India“. So bin ich fest überzeugt: Indien hat den Willen und auch die Fähigkeit, den positiven Weg weiterzugehen, um die Entwicklung a l l e r seiner Bürger zu erreichen. Und dabei sollte Indien gleichzeitig die globalen weltweiten Ziele - wie vor allem Klimaschutz und globale atomare Abrüstung - nicht aus den Augen zu verlieren.
Dank der inneren Stabilität kann so die indische Republik ihre Rolle als ein Ankerland des Friedens und der Sicherheit in Südasien verantwortungsvoll wahrnehmen.

Was ist die Rolle der NRO (Nichtregierungsorganisationen)?
Gerade in diesem Bereich sehen wir als Andheri-Hilfe eine besondere Herausforderung: Es geht uns nicht um Bevormundung von Benachteiligten oder gar um Almosenverteilung. Entwicklungszusammenarbeit (wir sprechen nicht von Entwicklungs-„Hilfe“) heißt für uns und viele andere seriöse NRO viel mehr: Im Vordergrund steht das gemeinsame Handeln auf gleicher Augenhöhe, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, geprägt von Respekt vor der ihnen eigenen Würde und ihren eigenen Rechten. Es geht uns darum, diejenigen, die der wirtschaftliche Aufschwung am Rande belassen hat, zu ermutigen und zu stärken. Sie sollen sich selbst durch eigenes Bemühen in die Entwicklung ihres Landes einbringen. Es geht um ihr aktives, eigen bestimmtes Gestalten - anstatt passiver Erwartungshaltung. Das ist, was wir unter „Hilfe zur Selbsthilfe“ verstehen.
Tatsächlich trifft unser gemeinsames Bemühen gerade in Indien wie in kaum einem anderen Land auf eine vielgliedrige, problembewusste und verantwortungsvolle Zivilgesellschaft. Hier begegnet sich in fruchtbarer Weise zivilgesellschaftliches Engagement aus beiden Ländern. Immer mehr Initiativgruppen sowie Zusammenschlüsse und Netzwerke von Gruppen entstehen in Indien. Sie sind unsere „geborenen“ Partner. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen - lokale und ausländische - spielen bei der effektiven Umsetzung wertvoller staatlicher Programme - von Gesundheitsmaßnahmen bis zum „National Rural Employment Garanty Scheme“ - eine wichtige Rolle. Und ich freue mich, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft oft auch ein positives Echo bei den Verantwortlichen im staatlichen Bereich findet: Unsere gemeinsam mit den Armen erarbeiteten Problemlösungen werden nicht selten als Modelle für das Handeln öffentlicher Einrichtungen anerkannt und genutzt.

Aktuelle Herausforderung: Mitarbeit aller!
Einer der großen Geburtshelfer der Republik, Mahatma Gandhi, ruft auch heute noch auf: „Sei Du der Wandel, den Du in der Welt sehen willst!“
Das sagt uns: Das große Ziel: „Gleiche Chancen für alle!“ kann nur erreicht werden, wenn a l l e mitarbeiten: außer der indischen Regierung, den Verantwortlichen im Staat und in der Zivilgesellschaft der Industrieländern sind nicht zuletzt a l l e Bürger Indiens aufgerufen. Im Rahmen der eigenen Familie und der eigenen Gruppe ist in Indien die verantwortliche Sorge und Hilfe für Mitmenschen immer schon selbstverständlich und lobenswert. Aber diese Verantwortung muss künftig noch stärker über diesen engeren Kreis hinauswachsen. Vor allem sollten sich die Gewinner des Wirtschaftswachstums, d. h. wohlhabende Bürger und Firmen, zu noch intensiverem Engagement aufgerufen fühlen.
So lassen Sie uns alle der Wandel sein, den wir sehen wollen!

Zum Schluss möchte ich noch einmal meine hohe Anerkennung und meine herzlichen Glückwünsche für die Republik Indien und ihre Menschen zum Ausdruck bringen: für das Land, das mir in 50 Jahren zur zweiten Heimat geworden ist, für die Menschen, die ich liebe, für die ich lebe und arbeite, auch noch im hohen Alter, so lange mir ein guter Gott Kraft und Gesundheit dazu schenkt.

Es lebe Indien!

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elkline Sportartikel verzichtet auf Kundengeschenke und spendet stattdessen 2,50 Euro pro versendetem Paket

elkline: "Dieses Jahr verzichten wir auf kleine Geschenke, die wir sonst in der Weihnachtszeit mit in die Onlinepakete getan haben. Stattdessen spenden wir pro versandtes ONLINEPAKET Euro 2,50 für die Aktion HELPLINE. Helpline ist eine Initiative von elkline. Der Erlös von HELPLINE kommt zu 100% einem Projekt der ANDHERI-HILFE in Bonn zugute. Wir sammeln hier Geld um eine soganntes "EYE-CAMP" zu finanzieren, in dem in Bangaldesh bis zu 1200 Menschen an Ihren Augen untersucht werden und bis zu 80 Menschen direkt operiert werden können."

Kontakt elkline:

elkline GmbH
Hebbelstraße 15 | 22085 Hamburg |
T +49 (0)40 . 227 487 16 | F +49 (0)40. 227 394 29
info@elkline.de

www.elkline.de

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Jahrhundertflut in Indien

"So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen", berichtet Herr Venkat (von der Andheri-Hilfe Partnerorganisation "Youth for Action") am Freitag, 9. Oktober. Er ist gerade von seinem ersten Einsatz im Katastrophengebiet zurück, um neue Hilfsmaterialien zu organisieren und dann gleich wieder aufzubrechen. Man spricht von einer Jahrhundertflut in diesem ansonsten von chronischer Dürre betroffenen Gebiet. Die Regenmassen kamen so schnell und in einem nie gekannten Ausmaß. Dämme brachen, Speicherbecken liefen über und die tiefer liegenden Dörfer wurden gnadenlos im Schlamm begraben. Selbst massive Steinhäuser hielten diesen Gewalten nicht Stand, geschweige denn die einfachen Lehmhütten.

46 Euro für ein Schaf

„Wir können natürlich nicht die Verluste ersetzen, die die Schäfer erlitten haben. Aber uns ist eine symbolische Geste wichtig. Wir wollen den Schäfern zeigen, dass wir sie nicht allein lassen in dieser wahnsinnigen Katastrophe. Deshalb werden wir die Schäfer dabei unterstützen, von den Rehabilitierungsmaßnahmen der Regierung zu profitieren. Gleichzeitig wollen wir wenigstens 10 % der getöteten Tiere ersetzen, d.h. 600 Schafe an die am schwersten betroffenen Schäfer geben. Bitte, helfen Sie mit!“

 

Es war eine Katastrophe, wie sie noch niemand in dieser ansonsten von chronischer Dürre betroffenen Region erlebt hat. Die Regenmassen kamen so schnell und in einem nie gekannten Ausmaß, Speicherbecken liefen über, die tiefer liegenden Dörfer wurden gnadenlos im Schlamm begraben.
4.292 Dörfer wurden bei der Flutkatastrophe Anfang Oktober in den indischen Bundesstaaten Karnataka und Andhra Pradesh überflutet. Von 227 Toten ist die Rede, von 655.484 beschädigten Häusern, von Zehntausenden toter Tieren, von 920.000 Hektar zerstörter Felder...

Unsere Partner in dieser Region sind sofort in das Katastrophengebiet aufgebrochen, ausgerüstet mit gesammelter Kleidung und Nahrungsmitteln. Erst Tage später kamen auch Helfer der Regierung. Unser Partner Joe Chenakala arbeitet hier seit Jahren mit den Schäferfamilien, die meist als Nomaden leben. Dieses Leben ist ein Dasein am Rande des Existenzminimums - auch ohne Katastrophe. Und jetzt diese Überschwemmung!

Behelfsunterkunft nach der Flut

Allein im Projektgebiet sind wohl 6.000 Lämmer und Schafe ertrunken. Und das Sterben geht weiter: aufgrund der Nässe, des verschmutzen Wassers und des fehlenden Futters sind die Tiere geschwächt. Da breiten sich Krankheiten aller Art schnell aus. Zudem ist gerade jetzt die Zeit, in der die Lämmer geboren werden. Doch in dieser Stress-Situation verlieren viele Mutterschafe ihre ungeborenen Lämmer, oder die Neugeborenen überleben in dieser Zeit nur wenige Tage. Dabei sind die Schafe die einzige Existenzgrundlage für diese Familien!
Unser Partner und seine Mitarbeiter, darunter auch Tierärzte und ausgebildete Veterinär-Assistenten, haben sich sofort mit einem unglaublichen Engagement um Schadensbegrenzung bemüht: Sie haben den Schäfern geholfen, über die lokalen Tierkliniken Hilfe zu bekommen, haben mit Unterstützung der örtlichen Regierung Camps zur Untersuchung und Impfung der Tiere durchgeführt, haben binnen weniger Tage Tiermedikamente im Wert von mehr als 13.000 Euro lokal mobilisiert und diese kostenlos an die betroffenen Schäfer verteilt.

Die Schafe konnten sich nicht vor der Flut retten

Jetzt geht es darum, den betroffenen Familien zu helfen, dass sie bei den Rehabilitationsprogrammen der Regierung berücksichtigt werden. Dafür sind wir gerne bereit, für 6 Monate 4 zusätzliche Mitarbeiter zu bezahlen.
Und dann geht es um „ein Zeichen der Solidarität“, von dem Joe Chenakala im Vorspann zu diesem Artikel spricht: Wenigstens 600 Schafe sollen an die am schlimmsten betroffenen Familien verteilt werden - als Zeichen der Hoffnung, des Neubeginns.

Vor Weihnachten baten wir Sie um Spenden für unsere Aktion "Weihnachtsschaf"

Bislang (Stand: 26.02.2010) haben unsere Spender/Innen schon über 600 Schafe (je 46.- Euro)

gespendet. Dafür danken wir Ihnen von Herzen !



Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn | Konto Nr. 40 006 | BLZ 370 501 98

Stichwort: "Weihnachtsschaf"

IBAN: DE80 3705 0198 0000 0400 06, SWIFT-BIC: COLSDE33

 

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1,02 Milliarden Menschen hungern -

über 350 Millionen in Indien

Welternährungsorganisation FAO verkündete neuen Negativ-Rekord

Die Zahl der hungernden Menschen in der Welt überschreitet in diesem Jahr als Folge der Weltwirtschaftskrise eine traurige historische Schwelle: Erstmals leiden über eine Milliarde Menschen unter Hunger und Unterernährung. Das ist rechnerisch jeder sechste Bewohner der Erde und insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als 2008. Die alarmierenden Zahlen legte die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) vor.

"Diese lautlose Hungerkrise gefährdet erheblich den Weltfrieden und die Sicherheit", warnte Jacques Diouf, Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO): "Wir brauchen dringend einen breiten Konsens darüber, dass der Hunger in der Welt völlig und rasch ausgerottet wird." Die notwendigen Programme dafür müssten endlich auf den Weg kommen.

Die meisten unterernährten und hungernden Menschen leben in Entwicklungsländern, die Mehrheit von ihnen (642 Millionen) in Asien und in der Pazifik-Region. (dpa/ND)

Auch in Indien wächst die Zahl derer, die unter der Armutsgrenze leben und hungern. Über 350 Millionen Inder müssen von weniger als einem Dollar pro Tag leben. Noch immer sterben in Indien Tag für Tag Kinder an Hunger oder an Krankheiten, die leicht zu vermeiden wären.

Insgesamt konnte die Andheri-Hilfe im vergangenen Jahr etwa 460.000 Not leidende Menschen in ca. 6.000 indischen Dörfern und Slums fördern, etwa 60.000 in Bangladesch. Darüber hinaus haben wir in Bangladesch mehr als 610.000 Augenkranke und Blinde durch fachärztliche Behandlung oder Operation und 48.994 Schüler durch Sehtests in Schulen Hilfestellung geleistet.

Legt man zugrunde, dass sich die positiven Veränderungen - besonders der Frauen- und Dorfprogramme - in der Regel nicht auf einen Menschen allein beschränken, sondern der ganzen Familie zugute kommen (z.B. Verbesserung der Ernährung, der Gesundheitsversorgung, Einkommenschancen etc.), so können wir davon ausgehen, dass unsere Hilfe im vergangenen Jahr schätzungsweise 4,3 Millionen Menschen in Not zugute kam.

Wir danken für jeden Euro, denn er hilft, Hunger zu bekämpfen!

Spendenkonto:

Sparkasse KoelnBonn (BLZ 370 501 98)

Kontonummer 40 006, Kennwort: Hunger

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Kinder "rocken" gegen Kinderarbeit

Die „Botschafter für mehr Menschlichkeit“, wie sich die Kinder selbst nennen, präsentieren zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit (12.06.2009) ihren Song „Kinder haben Rechte“.

Dabei erzielten sie bei den Medien eine große Resonanz. Mehrere Radiosender, Zeitungen und sogar der Fernsehsender RTL berichten vom Einsatz der Kinder.

 

 

Kinder protestieren für Kinder

Aufnahmen für RTL in Köln

Vor zwei Jahren organisierten sich Kinder und Jugendliche, um für Notleidende in Indien und Bangladesch aktiv zu werden. Wegen ihres besonderen Engagements wurden sie bald „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ genannt. Gerade haben sie ihren aktuellen Song „Kinder haben Rechte“ aufgenommen, mit dem sie für Kinderrechte protestieren. „Der Song lebt - er entwickelt sich laufend weiter“ berichtet die Lehrerin Ulrike Hanschur, die seinerzeit das Projekt initiiert hat. Das Besondere an diesem Lied ist nämlich, dass die Botschafter mit einem mobilen Studio-Equipment Veranstaltungen besuchen, wo sie immer neue Aufnahmespuren hinzufügen: sei es das Singen von Kindern oder das Mitklatschen des Publikums. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei Last.FM die neueste Version anzuhören.

Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni wird die erste Fassung des Songs fertig sein. Aufgenommen wurden bisher Kinder und Jugendliche in Mainz, Langenlonsheim und Marienborn. Als nächstes stehen Bad Kreuznach, Bonn und Köln auf dem Tour-Programm.Bereits mit ihrem letzten Song „Hey Du“, den sie zusammen mit dem Sänger Frank Berens aufgenommen hatten, waren die jungen Botschafter sehr erfolgreich. Sie hatten zahlreiche Auftritte, waren mehrfach im Fernsehen und erhielten von KI.KA die Auszeichnung „Platz für Helden“. Bei der letzten Sharety Night sangen sie zusammen mit der bekannten DSDS-Sängerin Lisa Bund. Stolz sind die Botschafter aber vor allem darauf: In nur zweieinhalb Jahren haben sie mit ihrem Engagement knapp 400 Augenoperationen und mehrere tausend Augenuntersuchungen finanziert. Die Botschafter sammeln für Projekte der Andheri-Hilfe.

Zur Homepage der Botschafter

Bericht mit Interview Domradio Köln vom 12.06.2009

Mehr als 200.000 Kinder konnten durch die Projekte der Andheri-Hilfe Bonn bereits von Kinderarbeit befreit werden - und es sollen mehr werden!

Wussten Sie, dass...

...in Indien etwa 40 -100 Millionen Kinder hart arbeiten müssen, um zu überleben?

...indische Kinder rund 25% des Familieneinkommens aufbringen?

...hunderttausende von Kindern jahrelang als „Schuldknechte“ arbeiten, nur um die Wucherzinsen oftmals kleiner Kredite abzutragen?

...in Indien gefährliche Kinderarbeit zwar verboten ist, Gesetze jedoch missachtet werden, wenn es ums Überleben für die Armen oder um Profite für die Reichen geht?

Spendenkonto:

Sparkasse KoelnBonn (BLZ 370 501 98),

Kontonummer 40 006, Kennwort: Kinder

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Hit-Stiftung in Siegburg engagiert sich
für Jugendliche in Bangladesch

Die Hit-Stiftung (bekannt sind die Hit-Märkte) unterstützt den Betrieb von acht Ausbildungszentren in Bangladesch mit 57.842 Euro im Jahr 2009.

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Über 100 Küchengärten in Indien mit D-Mark finanziert

Mitte 2008 riefen wir im FORUM, auf unserer Homepage und in der Tagespresse zu einer großen D-Mark-Sammelaktion auf.

"Für schon 20 DM kann eine arme Familie einen Küchengarten anlegen, von dem das ganze Jahr über frisches Gemüse und Obst geerntet werden kann."

Mit diesem Beispiel zeigte die Andheri-Hilfe, dass mit wenigen D-Mark große und nachhaltige Hilfe geleistet werden kann. Dem Aufruf folgten viele Privatpersonen, Schulklassen und andere Gruppen. Sie suchten in alten Spardosen, Geldbeuteln, Schubladen, Kleidungsstücken, Münzalben, im Keller und auf dem Dachboden. Sogar alte Silbermünzen waren dabei! Auf diese Art sind bislang rund 2.100 DM in kleineren und größeren Beträgen zusammengekommen.

Was sind schon 20 DM oder 10 Euro?

Zehn Euro sind: Eine Pizza, ein Kinobesuch mit Popcorn, zwei Schachteln Zigaretten,...oder Samen und Setzlinge für einen Bio-Küchengarten, der eine ganze Familie langfristig mit gesundem Obst und Gemüse versorgt. Mehr als 125.000 Familien, die unter akuter Nahrungsmittelknappheit und Mangelernährung litten, konnte Andheri-Hilfe bislang bei der Anlage eines Küchengartens unterstützen. Mit der D-Mark-Aktion sind nun über 100 hinzugekommen. Sivanthi (21), die zu den sogenannten „Unberührbaren“ (das ist die unterste soziale Schicht) gehört, ist trotz ihrer sozialen Stellung schon Leiterin einer Frauengruppe und hat einen kleinen Tante-Emma-Laden eröffnet. Da die geringen Einkünfte daraus kaum reichen, wollte auch sie hinter ihrer Hütte einen kleinen Küchengarten für die Familie anlegen, damit besonders ihre zwei kleinen Kinder ausreichend und gesund ernährt werden können. Die Projektmitarbeiter erklärten ihr alles über das Pflanzen, das Düngen mit Kompost, den natürlichen Schutz vor Schädlingen und über Pflanzenkrankheiten. Nachdem der harte Boden mühsam vorbereitet war, konnte sie neben einigen Obstbäumchen auch viel Gemüse anpflanzen, von dem in Indien das ganze Jahr über etwas geerntet werden kann.

Die Sammlung geht weiter!

Andheri-Hilfe Bonn möchte mehr Familien in Indien einen Küchengarten ermöglichen. Bringen oder schicken Sie die gesammelten Münzen und Scheine in unsere Geschäftsstelle:
Andheri-Hilfe Bonn e.V., Mackestr. 53, 53119 Bonn.

Bei Fragen: Telefon 0228-67 15 86 und E-Mail georg.witzel@andheri-hilfe.org

Spendenkonto:
Sparkasse KölnBonn
Konto Nr. 40006 , Kennwort: Küchengarten
BLZ 370 501 98

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Andheri-Hilfe setzt auf sauberen Strom

Naturstrom AG hilft beim Bau von Solaranlagen

Seit dem 1. Oktober fließt in der Geschäftsstelle der Andheri-Hilfe Strom aus 100% regenerativen Energien. Seit Jahren fördert Andheri-Hilfe Projekte aus den Bereichen „Ressourcenschutz“ und „Regenerative Energien“ in Indien und Bangladesch. Die Projekte haben dabei neben dem Umweltschutzaspekt immer das vorrangige Ziel, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

Mit "Naturstrom AG" hat Andheri-Hilfe einen der wenigen deutschen unabhängigen Stromlieferanten gefunden, die zu 100 % Strom aus regenerativen Energien liefern. Naturstrom setzt auf den Ausbau des Anteils an regenerativer Energien und hat seit dem Bestehen über 140 Neuanlagen gefördert.

Naturstrom engagiert sich darüber hinaus bei unserem Projekt "Solaranlagen auf den Chars". Der Stromanbieter möchte Solaranlagen auf der Flussinsel North Channel Union im Ganges fördern. Die ersten schon aufgebauten 5 Anlagen spendete Naturstrom in dem Dorf Khalak Mattubar Dangi, weitere 90 Solaranlagen sollen mit Prämienbeiträgen bei der Aktion „Kunden werben Kunden“ finanziert werden.

In einer weiteren Partneraktion spendet Naturstrom 20 Euro für jeden neuen Kunden, der bei Vertragsabschluss das Kennwort VP-357 angibt. Wenn Sie sich auch für sauberen Strom entscheiden möchten, so unterstützen Sie unser Projekt in Bangladesch mit 20 Euro.

Wichtig: Die Kosten für den Bezug des sauberen Stroms liegen für die Andheri-Hilfe sogar unter den bisherigen Kosten des lokalen Anbieters mit konventionellem Strom.

Kontakt:

NaturStromHandel GmbH, Tel.: 0211 - 77900-444, www.naturstrom.de, Mail: info@naturstrom.de,

 



Windrad Hüll, ca. 7,5 Mio kWh, versorgt seit 2007 rund 2500 Haushalte mit Windkraft

 

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