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17. Juni 2010, Indien: Ein Land der Gegensätze - Das Wirtschaftswachstum und seine Verlierer

Indien boomt! Aber gibt es Hoffnung für seine extrem arme Bevölkerung?

Zwei Nichtregierungsorganisationen zeigen, wie sie den Modernisierungsverlierern des "erwachten Elefanten" aus der Armut heraushelfen.

Etwa 40 % der 1,2 Mrd. Inder leben unterhalb der Armutsgrenze! Das Wirtschaftswachstum ist für sie kein Segen, sondern eine Plage. Ein großer Teil der ländlichen Bevölkerung leidet unter rücksichtslosen Wirtschaftsunternehmen, die auf der Suche nach Rohstoffen und Landflächen oft im Schulterschluss mit lokalen Verwaltungen Menschen gewaltsam vertreiben. Hier sind es gerade die Ureinwohner und Unberührbaren, die diesen Machenschaften hilflos ausgesetzt sind. Vielen bleibt nur die Migration in die Slums der Großstädte übrig - eine Sackgasse in die totale Verarmung.

Andheri-Hilfe Bonn und DESWOS Köln e.V. zeigen im Rahmen der Indienwoche in Köln vom 11. - 19.06.2010 anhand mehrerer erfolgreicher Projekte die Rolle der Nichtregierungsorganisationen und bieten Lösungsansätze an, wie man die Rechte der Landbevölkerung und die der Slumbewohner stärken und ihre materielle Situation verbessern kann.

Termin: Donnerstag, 17. Juni 2010

Beginn 19:30 Uhr, Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 1 Euro

Ort: Allerweltshaus e.V., Körnerstr. 77-79, 50823 Köln, Tel.510 30 02

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13. Juni 2010 wird die Aufzeichnung von "Mein Abenteuer" auf RPR 1 mit Uschi Eller, unserer Charity-Motorradfahrerin ausgestrahlt.

"Uschi Eller war 2009 mehrere Wochen mit ihrer Harley Davidson in Südindien unterwegs und hat dazu das Buch "Unterwegs in Südindien" geschrieben. Sie besuchte unter anderem Projekte der Andheri-Hilfe. Im Interview mit Reiner Meutsch erzählt sie von ihren Eindrücken und Erlebnissen auf den Straßen Indiens. Unbedingt reinhören!"

Beginn: 10 - 13 Uhr, RPR 1, Mein Abenteuer mit dem Moderator Reiner Meutsch

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10. Mai 2010 - Vortrag im Uniclub Bonn

Indien im globalen Klimawandel - mit Beispielen aus der Projektarbeit der Andheri-Hilfe

10. Mai 2010 , 19:30 Uhr


Opfer und Täter zugleich - Indien im globalen Klimawandel
Der in Pune/Indien lebende Journalist Rainer Hörig stellt die Folgen des Klimawandels für Indien dar.

Rainer Hörig publiziert seit 20 Jahren Berichte und Features für Hörfunk und Presse im deutschsprachigen Raum.

Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht die fast 7000 km lange Küste Indiens. Extreme Wetterereignisse wie Sturmfluten, Dürren und Überschwemmungen haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Indien muss sich auf Ernteausfälle, Hungersnöte und Flüchtlingsströme vorbereiten.

Aufgrund der weitverbreiteten Armut ist der Ausstoß klimaschädlicher Gase pro Einwohner in Indien (noch) sehr gering. Aber der Kraftfahrzeugverkehr wächst jährlich um zehn Prozent, und die Regierung plant eine Verdoppelung der Energieerzeugung in den kommenden fünf Jahren. Rund 70 Prozent der elektrischen Energie wird in Kohlekraftwerken gewonnen. Aber Indien ist auch weltweit der viertgrößte Produzent von Windenergie, unterhält die zweitgrößte Anzahl von Biogasanlagen. Insgesamt dürften die klimaschädlichen Emissionen Indiens jährlich um 10 bis 20 Prozent zunehmen.

Ressourcenschutz in Karnataka
Heike Kluve, Indienreferentin der Andheri-Hilfe Bonn, berichtet von der Arbeit des Projektpartners DISHA

Die Andheri-Hilfe unterstützt Ressourcenschutz-Projekte in Indien, in denen es u.a. um Erosionsschutz, Aufforstung, Wasser-Management und Ökolandbau geht. Viele ehemals erodierte und verwüstete Landschaften konnten seitdem in grüne, blühende verwandelt werden. Im Vordergrund aller Projekte steht dabei immer die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in den Regionen.

eine gemeinsame Veranstaltung von Andheri-Hilfe Bonn e.V. und dem Uni-Club Bonn


Tel.: (0228) 67 15 86 | info@andheri-hilfe.de | www.andheri-hilfe.de

10. Mai 2010, 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei

Universitätsclub Bonn e.V.
Konviktstr.9
53113 Bonn

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Andheri-Hilfe setzt auf sauberen Strom

Naturstrom AG hilft beim Bau von Solaranlagen

Im FORUM 04/08 berichteten wir von dem Projekt „Solaranlagen für 1088 Familien in Bangladesch“. Der Ökostromanbieter naturstrom übernahm dabei eine Partnerschaft für das solare Modelldorf „Khalak Mattubar Dangi“ auf einem „Char“ (Flussinsel) im Delta des Ganges. Von den dort geplanten 95 Solaranlagen konnten bis jetzt 78 von naturstrom finanziert werden. Der alternative Stromanbieter bietet bei der Aktion „Kunden werben Kunden“ die Möglichkeit, die Werbeprämie an unser Projekt zu spenden. Außerdem spendet naturstrom 20 Euro für jeden Neukunden, der bei Vertragsabschluss das Kennwort VP-357 angibt.

Dass so viele Kunden bereit sind, ihre Prämie zu spenden, hätten wir nicht zu träumen gewagt. Dafür ein großes „dhonnobad“! Das heißt in Bangladesch „Danke“!

Ismatera Begum, ihr Mann Jalil und ihre 4 Kinder sind begeistert vom sauberen Strom. Sie haben sich an „ihrer Solaranlage“ mit umgerechnet 26 Euro beteiligt. Eine Beteiligung an den Anlagen ist in dem Projekt eine wichtige Voraussetzung, damit ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Material gewährleistet ist. Jahrelang wurden die Lampen in der kleinen Familien-Hütte mit teuerem und gesundheitsschädigendem Kerosin betrieben. Das Kerosin beanspruchte dabei einen Großteil des geringen Familieneinkommens. Durch die gesparten Ausgaben für das Kerosin und einen zusätzlichen Mikrokredit konnte sich Ismatera jetzt selbständig machen. Sie stellt Decken aus alten Stoffen her und verdient nun monatlich zusätzliches Geld für die Familie. Die schulischen Leistungen der Kinder haben sich dank der Solarlampen enorm gebessert, da sie nun auch nach Einbruch der Dunkelheit lernen können.

Möchten Sie weiteren Familien auf den Flussinseln im Ganges nachhaltig helfen?
Wir danken für Ihre Spende mit dem Kennwort: Solaranlagen

Wichtig: Die Kosten für den Bezug des sauberen Stroms liegen für die Andheri-Hilfe sogar unter den bisherigen Kosten des lokalen Anbieters mit konventionellem Strom.

Kontakt:

NaturStromHandel GmbH, Tel.: 0211 - 77900-444, www.naturstrom.de, Mail: info@naturstrom.de,

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Bundespräsident Köhler besucht größten Andheri-Hilfe-Partner in Indien (06. Februar 2010)

Pune: Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, besuchte am Samstag (6.2.) das ‚Watershed Projekt’ in Darewadi im Distrikt Ahmednagar.
Köhler nahm sich vier Stunden Zeit, um sich über das Projekt zu informieren und mit den Einheimischen zu sprechen. Er brachte seine tiefe Wertschätzung zum Ausdruck für die gemeinschaftlichen Anstrengungen der Menschen, die ein Dorf, welches nach Wasser dürstete, in einen Zufluchtsort verwandelten, welcher geprägt ist von saftigem Grün und wo eine große Vielzahl von Getreide und Gemüse wächst.
„Obwohl ich aus meinem eigenen Land keine Wasserknappheit kenne, so haben mir die Anstrengungen der Menschen hier doch klar vor Augen geführt, wie sie einen Mangel in eine Chance verwandelt haben. Das hilft einem zu verstehen, dass Wasser Leben ist.“, sagte er.
(auszugsweise Übersetzung eines Artikels in der „Sunday Times of India“ vom 7.2.2010)

 

Sahebrao Phad, ein Kleinfarmer aus Darewadi, erklärt dem Präsidenten und seiner Frau die durchgeführten Watershed-Maßnahmen

1989 begann die Zusammenarbeit zwischen WOTR (Watershed Organisation Trust) und der deutschen Regierung unter dem „Indo-German Watershed Development Programme“ im indischen Bundesstaat Maharashtra. Seit dem Jahr 2001 arbeitet auch die Andheri-Hilfe mit WOTR zusammen: In Maharashtra haben wir z.B. gemeinsam weitere Dörfer dabei unterstützt, „aus Wüsten grüne Zufluchtsorte“ werden zu lassen. Immer wieder durften wir erleben, wie in lebensfeindlichen, dürren Gebieten neues Leben wuchs; wie Menschen, die auf der Suche nach Wasser und Arbeit migriert waren, wieder in ihre Heimat zurückkehrten.
Deshalb unterstützen wir gern die Ausdehnung der Arbeit von WOTR auf zwei weitere Bundesstaaten: Seit 2006 nach Madhya Pradesh, seit 2008 nach Rajasthan. Wir sind dankbar, dass beide Projekte vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert werden.
Dies dürfte ganz im Sinne von Bundespräsident Köhler sein, der in Darewadi geäußert hat, dass mehr solche „Watershed Projekte“ realisiert werden sollten, da sie das Leben der Menschen und der Gemeinschaften grundlegend verändern. Diese Projekte bringen den Menschen Würde, sagte er.

Bundespräsident Köhler betonte in seiner Ansprache vor der Deutsch-Indischen Handelskammer in Mumbai: „Viel zu lange haben wir geglaubt, dass uns ein einfaches ‚immer mehr’ glücklich macht - egal welche Folgen dieses ‚immer mehr’ für unsere Mitmenschen und für nachfolgende Generationen hat. Wäre es nicht viel besser, nur noch so zu genießen, zu produzieren und zu konsumieren, dass wir das mit dem Erhalt unserer Einen Welt vereinbaren können?“

Der Präsident unterhält sich im Feld mit den Dorfbewohnern aus Darewadi.

pdf-Download dieses Artikels (256 Kb)

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Indischer Kulturabend am Samstag den 06.Februar 2010
in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg

Am Samstag, dem 6. Februar 2010, fand in der Stadthalle Bad Godesberg, eine große Festveranstaltung anlässlich des 60. Republic Day Indiens statt. Bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, Kultur und Wirtschaft nahmen an diesem Tag an der Feier teil.

Rosi Gollmann, Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe hat an diesem Abend die Festrede gehalten.

Einleitung
60 Jahre Republik Indien! Gern folge ich der Einladung, zur Feier dieses bedeutenden Ereignisses zu Ihnen zu sprechen. Und das zunächst, weil ich als Gründerin der deutschen Andheri-Hilfe ihrem Land seit genau 50 Jahren eng verbunden bin; darüber hinaus aber, weil gerade Deutschland der überaus reichen indischen Kultur und Geschichte immer schon mit wachem Interesse und mit tiefer Sympathie gegenüber stand - auch hier in Bonn, wo schon 1818 August Wilhelm Schlegel den ersten indologischen Lehrstuhl einnahm.
Indien kann auf eine lange und vielfältige Vergangenheit zurückschauen - angefangen von den ersten geschichtlich bekannten Siedlungen im Industal im 4. Jahrtausend vor Christus über lange Zeiten verschiedener befruchtender aber teils auch belastender Einflüsse bis letztendlich zur Unabhängigkeit am15. August 1947.
In diese 60 Jahrhunderte zurückzuschauen, kann hier und heute nicht meine Aufgabe sein; wohl aber kurz Rückschau zu halten auf die letzten 60 Jahre seit der Verabschiedung der freiheitlichen Verfassung Indiens am 26. Januar 1950.
Zu diesem wichtigen geschichtlichen Ereignis gratuliere ich von ganzem Herzen. Mit Ihnen allen und dem indischen Volk, dem ich mich so sehr verbunden fühle, teile ich die Freude des heutigen Festes.

Was wurde geleistet?
Die Gründer der indischen Verfassung setzten sich 1950 hohe Ziele, die auch heute noch begeistern und herausfordern: „soziale, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit, Freiheit der Gedanken, der Meinungsäußerung, des Glaubens, des Bekenntnisses und der Religionsausübung sowie der politischen Gleichberechtigung und Chancengleichheit“.
Es steht außer Frage: Die indische Republik hat bei der Verfolgung dieser Ziele Enormes geleistet Und das bei einer extrem heterogenen Bevölkerung mit großen Unterschieden im ethnischen Bereich, in Kultur, Sprache, Religion, Kaste usw. Dazu bei einer Nation, die sich in den letzten 60 Jahren von 360 Millionen auf heute fast 1.2 Milliarden Bewohner mehr als verdreifachte Eine gewaltige Herausforderung für ein Land, das in zwanzig Jahren China als das zur Zeit bevölkerungsreichste Land der Erde überholt haben wird.

Weltweit genießt Indien für den Auf- und Ausbau seiner Demokratie größten Respekt und höchste Anerkennung. Die lobend gemeinten Begriffe wie „erwachter Riese“ und „galoppierender Elefant“ schätze ich allerdings nicht: Sie sind zu spielerisch im Hinblick auf das, was unter höchsten Anstrengungen tatsächlich erreicht wurde, z.B. in den Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheit und Bildung, beim Aufbau einer vielgestaltigen und leistungsfähigen Infrastruktur, der Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem aber da, wo es um den Aufbau und um die Festigung einer freiheitlichen politischen und gesellschaftlichen Ordnung ging.

Lassen Sie mich zur Erfolgsbilanz der letzten 60 Jahre nur einige frappierende Zahlen nennen:
. Die Lebenserwartung der indischen Bevölkerung verdoppelte sich von
damals 35 auf fast 70 Jahre;
. die Alphabetisierungsrate konnte von 18 % auf heute fast 70 % gesteigert werden;
. Indien verfügt heute weltweit über das drittgrößte Reservoir an Ingenieuren;
. das Wirtschaftswachstum des so genannten Schwellenlandes liegt seit Jahren mit
einer jährlichen Steigerung von 7 - 9 % weit über dem Weltdurchschnitt
(davon können Industrieländer wie Deutschland nur träumen);
. außerordentlich beachtlich sind ferner die gewachsenen wissenschaftlichen und
kulturellen Leistungen Indiens;
. vor allem aber ist es der größten Demokratie der Welt gelungen, der sozialen
Gesetzgebung einen wichtigen und unumstrittenen Platz
einzuräumen.

Wie sieht die realistische Situation aus?
Aber diese bewundernswerten Fortschritte Indiens, seine rasante Öffnung und Modernisierung, fordern ohne Zweifel ihren Preis. Das bleibt auch dem Indienbesucher, der in kürzeren Zeitabständen das Land bereist, nicht verborgen:
. Das Leben in Indien ist allgemein unruhiger und hektischer geworden
im Vergleich zu der vor allem von den Religionen her bestimmten
früheren beschaulichen Lebensweise.
. Der Einfluss der westlichen Konsumkultur hat eine nicht zu übersehende
Verunsicherung in Indien zur Folge: Welche Werte gelten heute noch in diesem
einst traditionell selbstgenügsamen Land? Eine Frage mit der vor allem die junge
Generation konfrontiert ist.
. Nicht zu übersehen sind außerdem die Einfallstore für fundamentalistische bis
terroristische Strömungen und für gewaltsame Konflikte in den verschiedensten
Gesellschaftsgruppen, weithin begründet in Unzufriedenheit, weil die Schere
zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft.

Auf der globalen Weltbühne ist das Image Indiens das einer boomenden Wirtschaftsmacht. Und immer lauter wird die Frage in den staatlichen Einrichtungen und in der Zivilgesellschaft der Industrieländer: Bedarf dieses Indien noch der Förderung von außen? Gehört es - trotz bedrückender statistischer Zahlen in offiziellen Statistiken - zur „Gruppe der 170 so genannten „armen“ Ländern der Welt, oder ist es als Mitglied der „G 20“ jetzt schon den größten Volkswirtschaften der Welt und damit dem Club der globalen Elite zuzurechnen?

Uns Deutschen mit unseren eigenen wirtschaftlichen und sozialen Problemen steht es schlecht an zu kritisieren. Aber es kann nicht verschwiegen werden, dass bei der Verteilung des erzielten Wohlstands einem Großteil der indischen Bevölkerung die Teilhabe an diesem wirtschaftlichen Fortschritt verwehrt bleibt.
Indien selbst weiß sehr wohl um diese schmerzlichen Defizite: Der indische Innenminister Chidambaram fordert daher eine dringend notwenige „inklusive Entwicklung“. Er betont, wie notwendig es ist, dass Chancengleichheit und Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen - in der Präambel der indischen Verfassung fest verankert - , tatsächlich verwirklicht werden - hier und heute - für j e d e n Bewohner Indiens, auch für den Ärmsten.

Und es schmälert keineswegs die berechtigte Freude des heutigen Festes, sondern erhöht sie meines Erachtens, dass Indien um seine großen Herausforderungen der Zukunft weiß: Indien will und kann nicht länger dulden,
. dass die Früchte seines Wirtschaftswachstums immer noch extrem
ungleich verteilt sind,
. dass einem beträchtlichen Teil der indischen Bevölkerung trotz begünstigender
Quotenregelungen auch heute noch der Zugang zum Aufstieg fehlt,
. dass durch ungerechte Besitz- und Einkommensverteilung immer noch 2/3 der
indischen Bevölkerung im Mangel leben, davon 1/3, das sind 350 Millionen sogar
unterhalb der Armutsgrenze, die bei einem täglichen Einkommen von nur 1 Dollar
liegt,
. dass ungenügende medizinische Versorgung hohe Kinder- und Müttersterblichkeit
zur Folge hat,
. dass die Rechtstellung der Frau trotz vieler guter Gesetze zu ihren Gunsten im
gesellschaftlichen Leben weithin immer noch ungesichert ist,
. dass die Infrastruktur des Landes, besonders Wasserversorgung, Energiesystem,
dazu Transport und Telekommunikation, noch der nötigen Förderung entbehrt,
. dass die Umwelt mit ihren natürlichen Ressourcen dringend des Schutzes vor
weiterer Schädigung bedarf.

Welche Aufgaben ergeben sich daraus?
Ich wiederhole: Es geht mir am heutigen Festtag nicht um Kritik, die uns im Westen ohnedies nicht zusteht. Im Gegenteil: Indien darf das risikoreiche Wohlstandsmodell des Westens keinesfalls als Vorbild anstreben. Gerade in der augenblicklichen Krise haben die westlichen Industrieländer schmerzhaft erkannt, dass sie selbst nicht länger dem Prinzip „Mehr ist nicht genug“ frönen dürfen.

Es geht um viel Wesentlicheres für die Republik Indien, denn wirtschaftliches Wachstum ist nicht gleichzusetzen mit “menschlicher Entwicklung“:
Es geht um ein Maß an Wohlfahrt und Bildung für a l l e indischen Bürger, das ihre Existenz sichert, dem Recht und der Würde jedes Einzelnen entsprechend.
Das aber bedeutet, umfassende soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein friedliches Miteinander zu verwirklichen und dabei ein ökologisch vertretbares Wachstum und einen Ressourcen schonenden Lebensstil anzustreben.

Die indische Republik hat in den zurückliegenden 60 Jahren so Unglaubliches geleistet - man spricht vom „incredible India“. So bin ich fest überzeugt: Indien hat den Willen und auch die Fähigkeit, den positiven Weg weiterzugehen, um die Entwicklung a l l e r seiner Bürger zu erreichen. Und dabei sollte Indien gleichzeitig die globalen weltweiten Ziele - wie vor allem Klimaschutz und globale atomare Abrüstung - nicht aus den Augen zu verlieren.
Dank der inneren Stabilität kann so die indische Republik ihre Rolle als ein Ankerland des Friedens und der Sicherheit in Südasien verantwortungsvoll wahrnehmen.

Was ist die Rolle der NRO (Nichtregierungsorganisationen)?
Gerade in diesem Bereich sehen wir als Andheri-Hilfe eine besondere Herausforderung: Es geht uns nicht um Bevormundung von Benachteiligten oder gar um Almosenverteilung. Entwicklungszusammenarbeit (wir sprechen nicht von Entwicklungs-„Hilfe“) heißt für uns und viele andere seriöse NRO viel mehr: Im Vordergrund steht das gemeinsame Handeln auf gleicher Augenhöhe, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, geprägt von Respekt vor der ihnen eigenen Würde und ihren eigenen Rechten. Es geht uns darum, diejenigen, die der wirtschaftliche Aufschwung am Rande belassen hat, zu ermutigen und zu stärken. Sie sollen sich selbst durch eigenes Bemühen in die Entwicklung ihres Landes einbringen. Es geht um ihr aktives, eigen bestimmtes Gestalten - anstatt passiver Erwartungshaltung. Das ist, was wir unter „Hilfe zur Selbsthilfe“ verstehen.
Tatsächlich trifft unser gemeinsames Bemühen gerade in Indien wie in kaum einem anderen Land auf eine vielgliedrige, problembewusste und verantwortungsvolle Zivilgesellschaft. Hier begegnet sich in fruchtbarer Weise zivilgesellschaftliches Engagement aus beiden Ländern. Immer mehr Initiativgruppen sowie Zusammenschlüsse und Netzwerke von Gruppen entstehen in Indien. Sie sind unsere „geborenen“ Partner. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen - lokale und ausländische - spielen bei der effektiven Umsetzung wertvoller staatlicher Programme - von Gesundheitsmaßnahmen bis zum „National Rural Employment Garanty Scheme“ - eine wichtige Rolle. Und ich freue mich, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft oft auch ein positives Echo bei den Verantwortlichen im staatlichen Bereich findet: Unsere gemeinsam mit den Armen erarbeiteten Problemlösungen werden nicht selten als Modelle für das Handeln öffentlicher Einrichtungen anerkannt und genutzt.

Aktuelle Herausforderung: Mitarbeit aller!
Einer der großen Geburtshelfer der Republik, Mahatma Gandhi, ruft auch heute noch auf: „Sei Du der Wandel, den Du in der Welt sehen willst!“
Das sagt uns: Das große Ziel: „Gleiche Chancen für alle!“ kann nur erreicht werden, wenn a l l e mitarbeiten: außer der indischen Regierung, den Verantwortlichen im Staat und in der Zivilgesellschaft der Industrieländern sind nicht zuletzt a l l e Bürger Indiens aufgerufen. Im Rahmen der eigenen Familie und der eigenen Gruppe ist in Indien die verantwortliche Sorge und Hilfe für Mitmenschen immer schon selbstverständlich und lobenswert. Aber diese Verantwortung muss künftig noch stärker über diesen engeren Kreis hinauswachsen. Vor allem sollten sich die Gewinner des Wirtschaftswachstums, d. h. wohlhabende Bürger und Firmen, zu noch intensiverem Engagement aufgerufen fühlen.
So lassen Sie uns alle der Wandel sein, den wir sehen wollen!

Zum Schluss möchte ich noch einmal meine hohe Anerkennung und meine herzlichen Glückwünsche für die Republik Indien und ihre Menschen zum Ausdruck bringen: für das Land, das mir in 50 Jahren zur zweiten Heimat geworden ist, für die Menschen, die ich liebe, für die ich lebe und arbeite, auch noch im hohen Alter, so lange mir ein guter Gott Kraft und Gesundheit dazu schenkt.

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Jahrhundertflut in Indien

"So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen", berichtet Herr Venkat (von der Andheri-Hilfe Partnerorganisation "Youth for Action") am Freitag, 9. Oktober. Er ist gerade von seinem ersten Einsatz im Katastrophengebiet zurück, um neue Hilfsmaterialien zu organisieren und dann gleich wieder aufzubrechen. Man spricht von einer Jahrhundertflut in diesem ansonsten von chronischer Dürre betroffenen Gebiet. Die Regenmassen kamen so schnell und in einem nie gekannten Ausmaß. Dämme brachen, Speicherbecken liefen über und die tiefer liegenden Dörfer wurden gnadenlos im Schlamm begraben. Selbst massive Steinhäuser hielten diesen Gewalten nicht Stand, geschweige denn die einfachen Lehmhütten.

46 Euro für ein Schaf

„Wir können natürlich nicht die Verluste ersetzen, die die Schäfer erlitten haben. Aber uns ist eine symbolische Geste wichtig. Wir wollen den Schäfern zeigen, dass wir sie nicht allein lassen in dieser wahnsinnigen Katastrophe. Deshalb werden wir die Schäfer dabei unterstützen, von den Rehabilitierungsmaßnahmen der Regierung zu profitieren. Gleichzeitig wollen wir wenigstens 10 % der getöteten Tiere ersetzen, d.h. 600 Schafe an die am schwersten betroffenen Schäfer geben. Bitte, helfen Sie mit!“

Es war eine Katastrophe, wie sie noch niemand in dieser ansonsten von chronischer Dürre betroffenen Region erlebt hat. Die Regenmassen kamen so schnell und in einem nie gekannten Ausmaß, Speicherbecken liefen über, die tiefer liegenden Dörfer wurden gnadenlos im Schlamm begraben.
4.292 Dörfer wurden bei der Flutkatastrophe Anfang Oktober in den indischen Bundesstaaten Karnataka und Andhra Pradesh überflutet. Von 227 Toten ist die Rede, von 655.484 beschädigten Häusern, von Zehntausenden toter Tieren, von 920.000 Hektar zerstörter Felder...

Unsere Partner in dieser Region sind sofort in das Katastrophengebiet aufgebrochen, ausgerüstet mit gesammelter Kleidung und Nahrungsmitteln. Erst Tage später kamen auch Helfer der Regierung. Unser Partner Joe Chenakala arbeitet hier seit Jahren mit den Schäferfamilien, die meist als Nomaden leben. Dieses Leben ist ein Dasein am Rande des Existenzminimums - auch ohne Katastrophe. Und jetzt diese Überschwemmung!

Allein im Projektgebiet sind wohl 6.000 Lämmer und Schafe ertrunken. Und das Sterben geht weiter: aufgrund der Nässe, des verschmutzen Wassers und des fehlenden Futters sind die Tiere geschwächt. Da breiten sich Krankheiten aller Art schnell aus. Zudem ist gerade jetzt die Zeit, in der die Lämmer geboren werden. Doch in dieser Stress-Situation verlieren viele Mutterschafe ihre ungeborenen Lämmer, oder die Neugeborenen überleben in dieser Zeit nur wenige Tage. Dabei sind die Schafe die einzige Existenzgrundlage für diese Familien!
Unser Partner und seine Mitarbeiter, darunter auch Tierärzte und ausgebildete Veterinär-Assistenten, haben sich sofort mit einem unglaublichen Engagement um Schadensbegrenzung bemüht: Sie haben den Schäfern geholfen, über die lokalen Tierkliniken Hilfe zu bekommen, haben mit Unterstützung der örtlichen Regierung Camps zur Untersuchung und Impfung der Tiere durchgeführt, haben binnen weniger Tage Tiermedikamente im Wert von mehr als 13.000 Euro lokal mobilisiert und diese kostenlos an die betroffenen Schäfer verteilt.

Jetzt geht es darum, den betroffenen Familien zu helfen, dass sie bei den Rehabilitationsprogrammen der Regierung berücksichtigt werden. Dafür sind wir gerne bereit, für 6 Monate 4 zusätzliche Mitarbeiter zu bezahlen.
Und dann geht es um „ein Zeichen der Solidarität“, von dem Joe Chenakala im Vorspann zu diesem Artikel spricht: Wenigstens 600 Schafe sollen an die am schlimmsten betroffenen Familien verteilt werden - als Zeichen der Hoffnung, des Neubeginns.

Vor Weihnachten baten wir Sie um Spenden für unsere Aktion "Weihnachtsschaf"

Bislang (Stand: 26.02.2010) haben unsere Spender/Innen schon über 600 Schafe (je 46.- Euro)

gespendet. Dafür danken wir Ihnen von Herzen !

Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn | Konto Nr. 40 006 | BLZ 370 501 98

Stichwort: "Weihnachtsschaf"

IBAN: DE80 3705 0198 0000 0400 06, SWIFT-BIC: COLSDE33

zur Online-Spende

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Über 173 Millionen Menschen stehen gegen die weltweite Armut auf

Stand Up & Take Action mit Weltrekord:

Exakt 173.045.325 Menschen sind am Wochenende vom 16. bis 18. Oktober 2009 bei über 3.000 Veranstaltungen in 120 Ländern gemeinsam gegen die weltweite Armut aufgestanden. In Deutschland waren mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger bei der Aktion Stand Up & Take Action auf der Straße und haben von der neuen Bundesregierung mehr Engagement gegen extreme Armut gefordert. Zum 4. Mal hintereinander wurde damit ein Weltrekord aufgestellt, der ins Guinness Buch der Rekorde eingetragen wird. Die meisten Menschen, über 100 Millionen sind in Asien aktiv geworden. In Europa waren es 2 Millionen.

Andheri-Hilfe war mit dabei: Eine Reisegruppe mit Freunden und Unterstützern der Andheri-Hilfe ist gemeinsam mit den indischen Freunden im Trainingszentrum in Darewadi/Maharashtra "aufgesprungen". Einen Bericht von der Projektreise können Sie hier lesen...

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Hit-Stiftung in Siegburg engagiert sich
für Jugendliche in Bangladesch

Die Hit-Stiftung (bekannt sind die Hit-Märkte) unterstützt den Betrieb von acht Ausbildungszentren in Bangladesch mit 57.842 Euro im Jahr 2009.

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Botschafter-Kids machen sich in Bonn, Mainz und Köln stark für Kinderrechte

"Als Botschafter ist mal nun mal viel unterwegs" erzählte Max stolz, bevor sein Papa ihn und andere Kinder mit seinem „Botschaftermobil“ von Köln zurück nach Mainz fuhr. Alleine in den letzten beiden Wochen waren die Kinder in 3 Städten unterwegs. Erst waren sie auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn, dann als Schirmherren auf dem Mainzer Weltkindertag - und der Kölner Weltkindertag mit den etwa 100.000 Besuchern war schließlich das absolute Highlight.

Weltkindertag Mainz, 19.09.2009

Eine ganz besondere Ehre wurde den Botschaftern in Mainz zuteil. Als Schirmherren des Weltkindertages hatten sie dort gleich mehrere Auftritte und viele Gelegenheiten, um ihr Projekt vorzustellen und Stimmen für Kinderrechte zu sammeln. Mit ihrem mobilen Recording Equipment zogen sie durch die Altstadt. Viele Mainzer machten mit - noch ein paar Aufnahmen stehen bevor, dann wird das Botschafterlied mit den zusätzlichen Stimmen abgemischt.

Zu den ganz besonderen Momenten des Tages zählten die Auftritte mit den Sängern Frank Berens und Oliver Mager. Beim Finale kamen schließlich Vertreter aller Organisationen zusammen: Lokale AGENDA 21 Mainz, Unicef, Human Help Network, der Kinderschutzbund Mainz, Aktion Tagwerk, Plan International und der Weltladen Eine Welt. Zusammen sangen sie mit den Kindern den bekannten Michael Jackson-Song „We are the world, we are the children“.

Weltkindertag Köln, 20.09.2009
Für den Sonntag stand der Weltkindertag Köln auf dem Tourprogramm. Ein Interview mit dem WDR war vorgesehen und auch ein Auftritt auf der BZgA-Bühne. Ein bisschen aufgeregt waren die Kinder schon, als sie am Stand der Andheri-Hilfe auf die Lilipuz-Moderatorin Nina Kawalun warteten. „Die ist echt total nett“ hatten Kölner WDR5-Hörer die Mainzer Botschafter beruhigt. Und so war es. Für etwa eine Stunde wichen die Kinder nicht mehr von ihrer Seite. Mit Nina berichteten sie - quasi als „Außenreporter“ - über den Kölner Weltkindertag und erzählten auch über ihr Kinderrechte-Projekt.


Unverhofft durften sie sogar auf der WDR-Bühne auftreten. Das war eine riesen Herausforderung, und die Kinder haben sie ganz toll gemeistert. Ein Blick auf die Uhr: bereits 5 Minuten später waren sie mit dem Moderator der BZgA-Bühne verabredet. Eine Limo im Stehen - und weiter ging es mit schnellen Schritten zum nächsten Auftritt. Als die Mainzer auf die Bühne kamen, wurden sie begeistert empfangen. Auch hier wieder Interviews und Auftritte mit ihren Liedern.

Moderatorin Nina Kawalun vom WDR interviewt die Botschafter

Natürlich war ihr singender Botschafter Frank Berens mit dabei - sicher auch ein Grund, warum einige Besucher trotz der Hitze Gänsehaut bekamen. Frank und die Kinder haben es wieder einmal gepackt, ihr Anliegen inhaltlich und emotional weiterzutragen. „Die Stimmung hier in Köln ist absoluter Wahnsinn“ resümierte der erfahrene Sänger.

Für ihr Engagement erhielten die Botschafter viel Ehre, viel Lob und viel Applaus. Eine ganz besondere Auszeichnung gab es noch zum Schluss: Nina und ihr Kollege Christian hatten während der Sendung versprochen, für das Lied „Kinder haben Rechte“ ihre Stimme abzugeben. Am späten Nachmittag machten sich die beiden Moderatoren in ihrer Pause auf die Suche nach den Botschaftern, um ihr Versprechen einzulösen: von der WDR-Bühne liefen sie zum Andheri-Hilfe-Zelt, und von dort weiter zum Heumarkt, wo sie die Kinder schließlich in der Nähe der BZgA-Bühne antrafen. Wer die Entfernungen kennt und sich dazu die Menschenmassen vorstellt, weiß diesen Einsatz zu schätzen. Die Kinder haben sich sehr darüber gefreut. Vor der Heimfahrt ging es noch einmal zum Würstchenstand. „Ihr seid doch die Botschafter aus Mainz - echt klasse, was ihr da macht“ lobte ein älterer Herr in der Warteschlange. „Es kommt nicht oft vor, dass Kinder mit ihren Anliegen von Erwachsenen so ernst genommen werden“ freute sich Leonard. Die Botschafter waren sich einig: Nächstes Jahr wollen sie wiederkommen.

05.09.2009 - Internationales Begegnungsfest in der Bonner Rheinaue

"Spielend verstehen" hieß das Motto beim Internationalen Begegnungsfest am Samstag, 5. September, in der Bonner Rheinaue. Die Besucher konnten auf der Großen Blumenwiese eine Weltreise der ganz besonderen Art unternehmen. 80 Botschaften, Ländergesellschaften, internationalen Organisationen und Vereinen hatten auf den Rheinwiesen ihre Zelte aufgeschlagen. Mit dabei waren auch wieder die Botschafter für mehr Menschlichkeit.

Am Zelt der Andheri-Hilfe hatten die Botschafter der Pfarreiengemeinschaft Langenlonsheim einen Stand. Ihre Aktionen mit Fühlkisten und Luftballonweitflugwettbewerb stießen auf großes Interesse. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Andheri-Hilfe informierten sie über die Projekte in Indien und Bangladesch.

Mehr dazu auf der Seite der Botschafter...

www.botschafter.blog.de

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12.-14.06.2009 Seminar: Indien - Weltmacht der Extreme

Das Arbeitnehmerzentrum Königswinter (AZK) veranstaltet vom 12.-14.06.2009
gemeinsam mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft KölnBonn das Indien-Seminar
"Indien - Weltmacht der Extreme". U.a. geht es auch um die Arbeit der
Andheri-Hilfe in Indien. Frau Heike Kluve (Projektreferentin für Südindien) referiert am Samstag, den 13.06.09 (16.45-18.15 Uhr) über das Thema "Slumdog Millionär - ein Ausweg aus dem Elend?" Anmeldungen bitte direkt an das AZK.

Indien - Weltmacht der Extreme
Der Globalisierungsprozess hat die größte Nation Südasiens zu Beginn des neuen Jahrtausends mit vehementer Dynamik erfasst. Moderne Sektoren entstehen und expandieren ebenso wie die urbanen Zentren und die Mittelschicht. Auf der anderen Seite mehrt sich jedoch auch die Anzahl derjenigen, die als „Modernisierungsverlierer“ unter dem Existenzminimum ihr Leben fristen müssen.
Das Seminar greift „Globalisierung“ im Kontext Indien aktuell auf. Es will beleuchten, inwieweit Indien heute in die Globalisierung involviert ist und welche Auswirkungen politischer, sozialer, ökonomischer und ökologischer Art sie auf das Land und seine über eine Milliarde Menschen zeitigt.

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Charity-Yoga-Aktion 2008/2009

Die bekannte Münchner Yoga-Lehrerin Barbra Noh fand auch in diesem Jahr die Zeit - bereits zum vierten mal - Charity Yoga Workshops zu Gunsten der Andheri-Hilfe zu initiieren. Yoga-LehrerInnen und Studios aus 10 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz boten Ende 2008 und Anfang 2009 Jahr Charity Yoga Workshops an und spendeten alle Einnahmen. Auch die Einnahmen der 1. Yoga-Conference in Wels/Österreich am 24./25. Januar wurden gespendet. Bislang sind sagenhafte 5.283 Euro durch diese Aktionen zusammengekommen. Danke an alle Yoga-Studios und alle Teilnehmer!

Zeit ist es, was sich in dieser Jahreszeit alle wünschen und immer knapp zu sein scheint: Zeit für sich, Zeit für andere. Die Charity Workshops boten allen Yoga-Interessierten Gelegenheit selber etwas zur Ruhe zu kommen und dabei gleichzeitig Straßenkindern in Indien Zeit zu schenken - Zeit in Schulen, Häusern und Ausbildungsstätten. Die Workshops organisierten Noh und ihr Yoga-Netzwerk in den Orten Bad Feilnbach, Chemnitz, Hamburg, Frankfurt, Luzern, München, Wels und Zürich. Die Räumlichkeiten wurden von allen Yoga Studios kostenlos zur Verfügung gestellt, die Lehrer unterrichten ehrenamtlich.

Auslöser für diese Aktion waren Nohs einschneidenen Erlebnisse in Indien, während die gebürtige Australierin sich dort zur Yogalehrerin ausbilden ließ. Noh: „In Indien wurde ich mit einer unvorstellbaren Armut konfrontiert und in mir entstand der Wunsch etwas sinnvolleres zu tun, als einem der vielen armen Kindern nur ein paar Rupien zu geben.“

Über Barbra Noh
Barbra entdeckte ihre Faszination für Yoga schon während ihrer Zeit als Tänzerin in europäischen Theatern. Seit ihrer ersten Yogastunde vor 10 Jahren hat sie Erfahrungen mit allen bekannten Yoga-Richtungen gesammelt und nun eine Form des Hatha-Yoga gefunden, die alle Aspekte vereint, die sie an Yoga liebt: Anusara Yoga®. Die gebürtige Australierin ist registrierte Anusara-inspired Yoga Teacher™.

Barbra unterrichtet mit Leidenschaft und Leichtigkeit. Sie sieht Yoga als Weg die menschliche Essenz zu erfahren. Durch ihre authentische Art inspiriert sie ihre Schüler, das eigene Potential immer wieder neu zu entdecken. Sie legt Wert auf eine präzise Ausrichtung des Körpers und die Entwicklung einer positiven inneren Haltung, damit die beim Yoga erfahrene Freude in das ganze Leben einfließen kann.

Seit 2000 leitet sie eigene Kurse in München, Retreats in Italien und ist Co-Autorin des Buchs Yoga - Das Übungsbuch (BLV, München 2004, Neuauflage unter dem Titel Yoga - Körper und Seele im Einklang).

www.barbranohyoga.com

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Cafe Moritz in Hildesheim mit viel Fantasie

Was viele kleine und fantasievolle Aktionen bewirken, zeigt das Team des Cafe Moritz in Hildesheim. Im gesamten Jahr 2008 lief eine Spendenaktion zugunsten der „Aktion Blindheit bekämpfen in Bangladesch“. Dabei hat das Team um Inhaber Frank Sprengelmeier jede Gelegenheit genutzt, um den Spendenstand zu erhöhen.

So wurde zum 1-jährigen Jubiläum im September eine einwöchige Los-Tombola durchgeführt. Dabei wurden bei einer Lospreis-Spende von 0,50 € Sachpreise der Lieferanten und Kaffee-Gedeck-Gutscheine verlost.

Im Dezember folgte dann ein Adventskalender, bei dem pro geöffnetem Türchen (gegen Spende) Leckereien sowie verschiedene Gutscheine und weitere Sachpreise wie Wein- und Sektflaschen, Präsentkörbe, Gedichte und Wortspiele zu haben waren.

Während des gesamten Jahres hatte jeder Nicht-Gast für einen Toilettenbesuch 0,50 € als Spende für die Aktion zu geben. Die Mitarbeiter verzichteten darüber hinaus teilweise auf ihr Trinkgeld und spendeten dieses. Auf einem eigens platzierten Tisch im Cafè lag Info-Material der Andheri-Hilfe aus und die Gäste hatten die Gelegenheit, etwas in eine Spendenbox zu schmeißen. Auf einem Monitor lief der Film von Franz Alt zur Aktion „Blindenheit bekämpfen“. Der Film weckte bei vielen Gästen großes Interesse, es wurden viele Fragen gestellt und Flyer mitgenommen.

Danke, liebes Team vom Cafe-Moritz für die tolle Spende in Höhe von 731,06 Euro!!!

Cafè Moritz
Inhaber: Frank und Andreas Sprengelmeier
Dingworthstraße 38
31137 Hildesheim
Tel: 05121 - 294 1 294, cafe-moritz@arcor.de, www.cafe-moritz-hildesheim.de

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11. November 2008

Bundesweite Sankt-Martins-Aktion "Du bist Sankt Martin"

"Eigentlich kann doch jeder Sankt Martin sein - jeder mit seinen Möglichkeiten und auf seine Weise" überlegten sich vor genau zwei Jahren die Fünftklässler der Mainzer Martinus-Schule. Damals begannen die Kinder mit Aktionen zugunsten von Blinden in Bangladesch. Mehr als 300 Blinde können durch ihr Engagement jetzt wieder sehen. In mobilen Augencamps in Bangladesch wurden den Blinden durch die Andheri-Hilfe Bonn neue Linsen eingesetzt.

Nur 40 Euro kostet dort eine Augenoperation!

Längst ist es kein Klassenprojekt mehr - viele Schulen, Pfarreien und Jugendgruppen in Deutschland haben sich dem Projekt angeschlossen. Als "Botschafter für mehr Menschlichkeit" wurde ihr Projekt mehrfach ausgezeichnet, sie waren in "KI.KA live" und "Platz für Helden". Dort haben sie auch ihren eigenen Song "Hey Du, komm mach doch mit" vorgestellt.

Jetzt rufen die Botschafter zur Teilnahme an der Sankt-Martins-Aktion auf. Sie heißt "Du bist Sankt Martin!". Denn jeder kann Sankt Martin sein, indem er im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas von seiner Freizeit abgibt. Ob Kinder ihren Eltern oder Bekannten für ein paar Stunden helfen und dafür eine kleine Spende für die Blinden in Bangladesch erhalten - oder vielleicht etwas basteln oder backen und dann verkaufen. Ideen gibt es viele, wie man alleine oder gemeinsam mit seinen Freunden, der Schulklasse oder der Jugendgruppe etwas tun kann. Jede Aktion wird auf der Webseite der Botschafter veröffentlicht. www.botschafter-blog.de

Übrigens: Andheri-Hilfe Bonn hat seit 1974 rund 1,1 Millionen Operationen in Bangladesch finanziert.

Spendenkonto: Andheri-Hilfe Bonn Sparkasse KölnBonn Konto 190 11 55 646 - BLZ 370 501 98

Download Song "Hey Du, komm mach doch mit" (verschiedene Versionen) www.botschafter-blog.de

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Sankt Martin kam im Blaumann

Ende Oktober kam ein Mann im blauen Arbeitsanzug in die Mainzer Martinus-Schule und fragte nach dem Sekretariat. Dort erzählte er von einem Zeitungsartikel, der vom Engagement der "Botschafter für mehr Menschlichkeit" für die Aktion Blindenheilung der Andheri-Hilfe berichtet hat. „Jeder kann Sankt Martin sein“, so stand es im Aufruf der kleinen Botschafter zum Aktionsstart. Das wollte der Mann unterstützen und spendete 150 Euro. Er hat in einer beeindruckenden Weise geteilt, denn für diese 150 Euro hat er sicher hart gearbeitet. Ihm ist das Schicksal der Blinden so wichtig, dass er sich aufmachte, um die Spende persönlich zu übergeben. Dabei ging es ihm nicht um Anerkennung oder um steuerliche Abzugsfähigkeit. Auf eine Quittung verzichtete der anonym gebliebene Spender.

Wer auch Sankt Martin sein möchte und das Blindenheilungsprojekt der kleinen Botschafter zugunsten der Andheri-Hilfe unterstützen möchte, findet hier weitere Informationen: www.botschafter-blog.de. Die Kinder konnten mit ihrem Projekt inzwischen mehr als 300 Blinden das Augenlicht schenken.

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Wie ein Opa und seine Enkelin 30 Blinden das Augenlicht geschenkt haben.

 

Klaus N. war früher Lehrer an der Mainzer Martinus-Schule. Schon deshalb hat der heutige Rentner immer sehr interessiert das Projekt der kleinen „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ verfolgt, das in seiner früheren Schule ihren Ursprung hat. Es machte ihn glücklich, als ihm eines Tages seine 12-jährige Enkelin Lena erzählte, dass sie jetzt auch eines der Kinder ist, die sich mit Aktionen für Blinde einsetzen. Eine Licht bringende Augenoperation in einem mobilen Augencamp in Bangladesch kostet gerade mal 40 Euro. „Für einen Menschen dort ist das wie ein neues Leben, das man ihm schenkt“, hat Lena ihrem Opa erklärt. „Und hier bekommt man dafür gerade mal einen Blumenstrauß, der nach 3 Tagen verwelkt in den Mülleimer kommt“, dachte er sich mit Blick auf seinen nahenden 70. Geburtstag. Deshalb bat er seine Freunde und Verwandte, ihm Augenlichter zum Geburtstag zu schenken. Seiner Enkelin erzählte er erst mal nichts von seiner Idee - es sollte auch für sie eine Überraschung sein. Und die ist wirklich gelungen. Insgesamt kam ein Betrag von 1200,- Euro zusammen. „Das sind 30 Menschen, die dank meinem Opa bald wieder sehen können“, erzählte Lena stolz.

Fasten-Aktion: Verzicht für ein Augenlicht
Eine tolle Idee hatten auch die Messdiener/Innen der Langenlonsheimer Pfarreien - Gemeinschaft. Ihr Aufruf: „Bist Du bereit, in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten? Dann mache mit bei der aktuellen Fasten-Aktion. Spare an jedem Tag der Fastenzeit einen Euro, sodass Du bis Ostern 40 Euro für eine Augenoperation in Bangladesch zusammengespart hast. Dann kannst Du am Fest der Auferstehung einem anderen Menschen das Augenlicht und damit ein neues Leben schenken! Vielleicht haben Mitglieder Deiner Familie oder Deine Freunde auch Lust, mitzumachen, um am Schluss der Fastenzeit ein Augenlicht schenken zu können. Du kannst zum Beispiel bewusst einmal auf Süßigkeiten oder Chips verzichten. Erwachsene können schnell einen Euro sparen, wenn sie mal das Auto stehen lassen und das Fahrrad benutzen. Ideen gibt es viele“!

Bastelvorlage für Spendenbox - hier klicken zur Vergrößerung

Mehr Informationen zum Projekt der „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ gibt es unter www.botschafter-blog.de

World Charety Day

Was für ein Herbstferienprogramm...

...es ist erst zwei Monate her, als die Botschafter für mehr Menschlichkeit die offizielle Einladung zur Sharety Night erhielten. Nicht nur das: Sie bekamen auch noch das Angebot, gleich mit mehreren ihrer Songs aufzutreten und sogar das Finale mitzugestalten. Das war eine Herausforderung, denen sich die Botschafter gerne stellten. Mit viel Engagement haben sie es geschafft: von der Studioaufnahme über ein professionelles Dance Coaching bis hin zum Auftritt bei der Sharety Night. Und die größte Überraschung für die Kinder: Lisa Bund brauchte für ihren Auftritt bei dieser Veranstaltung noch einen Backgroundchor, um ihren nächsten Hit "It´s Christmas" vorzustellen. Klar, dass die Botschafter dafür gerne noch mal eine Sonderprobe einlegten.

Am 17. Oktober war der World Sharety Day - der Tag des Teilens. An diesem Tag waren alle Menschen dazu aufgerufen, ihre Vision einer besseren Welt mit eigenen Aktionen umzusetzen. In der Sharety Night werden jährlich Kinder und Jugendliche ausgezeichnet, die mit besonderem Engagement das Prinzip des Teilens leben. Im letzten Jahr wurden die Mainzer Martinusschüler für ihr Botschafterprojekt mit dem Sonderpreis für Kreativität ausgezeichnet. In diesem Jahr teilten sie ihre Herbstferien für die gute Sache. Sie bereiteten sich nämlich intensiv auf ihre Auftritte im Rahmen der Sharety Night vor, die am letzten Wochenende im Bockenheimer Depot in Frankfurt stattfand.

Studioaufnahmen für die Sharety Night
Es wurde geplant, telefoniert und arrangiert. Ende August baute der Sänger Frank Berens den Handarbeitsraum der Martinus-Schule Weißliliengasse Mainz zum Tonstudio um. Für den beliebten Sänger ist das ein vertrautes Terrain. Er war in den letzten beiden Jahren schon öfter da, um mit den Kindern Songs aufzunehmen. Diesmal nahm er gemeinsam mit ihnen die Titel "Hey du", "Take time for the children" und "We are the world" auf.

Dance Coaching wie bei den Profis
Spätestens seit der Pro7 Casting Show weiß jeder, dass Singen alleine nicht ausreicht im Showbizz. Was für die Popstars Detlef Di Soost ist, ist für die kleinen Botschafter der Mainzer Dance Coach Richard Berninger von der Tanzschule Willius-Senzer. Bereits für die Auftritte in den Sendungen "KI.KA live" und "Platz für Helden" hatte er die Kinder für die Bühne fit gemacht. Speziell für die "Sharety Night" hat er mit den Martinusschülern in den Herbstferien eine neue Choreographie einstudiert. Immer wieder wurde die Aula der Schule zur Tanzarena. Die Mühe hat sich gelohnt. Am Tag vor dem Auftritt war alles perfekt.

Und schließlich: Auf der Bühne mit Popstar Lisa Bund

Die Kinder haben schon viel erlebt, waren mehrmals im Fernsehen, wurden schon von Politikern eingeladen und auch mit Preisen ausgezeichnet. Doch ihren Star Lisa Bund zu treffen, für einen Abend sogar ihr Backgroundchor sein zu dürfen - das war für sie das Größte. Auch außerhalb der Proben nahm sie sich sehr viel Zeit für die Kinder. "Mit Lisa kann man toll erzählen. Wie mit einer Freundin, die man schon ganz lange kennt" schwärmte eines der Mädchen.

Erst in der Nacht endete die Veranstaltung, auf die sich die Kinder so eifrig vorbereitet hatten. „Was für ein Herbstferienprogramm“ schmunzelte die Lehrerin Ulrike Hanschur, als sie mit ihren Schulkindern noch das Auto für die Rückfahrt belud. Sie alle waren unendlich glücklich. Und zugleich auch etwas traurig, dass der Abend so schnell vorüber war. Aber Lisa Bund will die Kinder demnächst in der Schule besuchen - das hat sie schließlich getröstet.

Info:

Das Projekt der Botschafter für mehr Menschlichkeit ist vor zwei Jahren im Rahmen einer Martins-Aktion entstanden. Seitdem haben die Kinder mit ihrem Engagement für die Andheri-Hilfe 300 Blinden das Augenlicht wiedergegeben. Gerade rufen Sie zur Teilnahme an der Aktion „Du bist Sankt Martin“ auf. Wer mitmachen möchte, findet weitere Infos unter www.botschafter-blog.de.

13.09.2008 - Solidaritätsmarsch für die Blinden in Bangladesch

Nach dem Aussendungsgottesdienst mit dem Kurztheater „Bartimäus heute“ und nachdem die Gründerin der Andheri-Hilfe, Rosi Gollmann, die Anfänge der Blindenheilung in Bangladesch erläutert hatte, machten sich ca. 60 Kinder und Erwachsene auf den sechs Kilometer langen Weg „durch Weinberge schlendern - die Welt verändern“. Ziel war es, möglichst viele „Augenlichter“ zu erwandern. Es wurde für Operationen am Grauen Star für Blinde in Bangladesch gesammelt, denen so ein neues Leben geschenkt wird.

Wer wollte, konnte sich einfühlen und an den Stempelstationen Spiele zum Thema „Blind sein“ ausprobieren. Den Abschluss am Pavillon der Regionalschüler bildete der hoch gelobte Blindenparcours der Zehntklässler, die noch einmal eindrucksvoll die Erfahrung vermittelten, wie hilfsbedürftig man sich fühlt, wenn man nichts sehen kann. Im Anschluss an den Spendenlauf konnten sich dank vieler freiwilliger Helfer alle Wanderer bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Salaten stärken.

Schirmherrin Judith Honrath flocht in ihre Ansprache eine Geschichte von Christen ein, denen die Worte verboten worden waren und die nun durch Taten ihren Glauben beweisen mussten. Dies, so die Theologin und ehemalige deutsche Weinkönigin, sei den Messdienern und Menschen aus den Pfarreien heute eindrucksvoll gelungen. Einen weiteren Höhepunkt bildete der Gesangs-Auftritt der „Botschafter für mehr Menschlichkeit“, wie sich die Messdiener in Anlehnung an ihre Mainzer Partnerorganisation nennen. „Hey Du, komm mach doch mit“ und „Let´s take time for the children“, forderten sie die Anwesenden in zwei eigens für die Botschafteraktion geschriebenen Liedern auf.

Insgesamt konnten bisher trotz des schlechten Wetters über zweitausend Euro durch Soli-Marsch und Kollekten entgegengenommen werden. Geplant ist ein Dankesgottesdienst im Winter, der von soviel Kerzen wie geschenkten Augenlichtern erhellt werden soll.

Beweggründe der Messdienerleiterrunde:

"Wichtig ist uns, dass wir erkennen, dass wir als Messdiener und Christen soziale Verantwortung tragen und es unsere Aufgabe ist, da zu helfen, wo es nötig ist. Zudem wollen wir durch dieses Projekt die Gemeinschaft unter den Messdienern der Pfarreiengemeinschaft stärken. Wir möchten das Gefühl vermitteln, dass wir zusammen etwas auf die Beine stellen und zu mehr Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt beitragen können."

Martinusschule Weißliliengasse Mainz:

Die Schule hat bereits über 250 Blinden das Augenlicht wiedergeschenkt

Die Kinder sind stolz: Das Logo ihrer Schule ist bei jedem ihrer Eye Camps mit dabei.

Das Projekt begann kurz nach dem Schuljahresstart 2006. Vorbereitend auf die Sankt-Martins-Aktion sahen die Kinder der damaligen 5a als Themenvorschlag ein Andheri-Hilfe-Video. Enthalten war auch ein Fernsehbericht über die einmillionste Augenoperation, die an der 14-jährigen Hasna ausgeführt wurde. Sie war 11 Jahre alt, als sie erblindete - also genau so alt wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse. Das hat die Kinder sehr berührt. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Blindheit bedeutet, banden sich die Kinder die Augen zu. Sie führten sich gegenseitig durch das Klassenzimmer, dann durch das Treppenhaus und schließlich über den Pausenhof. Das war der Beginn eines außergewöhnlich intensiven Projektes.

Die Kinder ließen kaum eine Gelegenheit aus, um sich für die Blinden einzusetzen. Die Medien gaben ihnen schließlich den Namen "Botschafter für mehr Menschlichkeit". Mit ihrem eigenen Botschafterlied "Hey du, komm mach doch mit!" haben die Kinder den Europatag in Bonn eröffnet, dann sind sie der Einladung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck zu dessen Sommerfest in die Staatskanzlei gefolgt. Danach waren sie mit einem eigenen Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn. Dabei hat sie ein Fernsehteam des Kinderkanals drei Tage lang begleitet und ihnen die Auszeichnung "Platz für Helden" verliehen. Beim Kinderwelten Sharety Award 2007 erhielt das noch neue Projekt den Sonderpreis für Kreativität.

Inzwischen machen 8 Klassen mit. Gemeinsam haben sie mit kleinen und großen Aktionen über 10.000 Euro gesammelt und damit mehr als 250 am Grauen Star Erblindeten das Augenlicht schenken können. Eine Augenoperation in einem mobilen Eye Camp kostet nur 40 Euro. Am 06.09.08 werden die Kinder wieder mit ihrem Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn vertreten sein. Im Herbst startet dann die nächste Sankt-Martins-Aktion. Botschafter gesucht! Jeder kann mitmachen.

Alle aktuellen Aktionen der "Botschafter" finden sich im "Botschafter-Blog"

 

Juni/Juli 2008 - Malte Beyer fährt 3500 Kilometer zum Nordkap und sammelt dabei 2480 Euro für Strassenkinder ! Danke, Malte!!!


Das Projekt:
Malte fuhr mit seinem Rad die weite Strecke und sammelte vorher zu Hause Sponsoren, die pro gefahren Kilometer Geld an hilfsbedürftige Menschen spenden. Den Reinerlös seiner Aktion spendete Malte an die Andheri-Hilfe Bonn. Malte möchte mit seiner Radtour ein Projekt für Straßenkinder in Trichy (Südindien) unterstützen. Ein Straßenkind ist Anand.

Anands Geschichte

Maltes Reisetagebuch:

Der Start

Nach meiner Abfahrt am Sonntagnachmittag in Ittenbach radelten mein Freund Christian und ich über Hennef durchs Bröltal ins Bergische. Unser erster Campingplatz lag am Biggesee. Bevor wir uns das Endspiel der EM im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes anguckten, sprangen wir noch in den erfrischenden Biggesee. Tageskilometer:82

 

Um halb neun traten wir eine extrem bergige Tour durchs Sauerland an. Geschwächt von den vielen Anstiegen aßen wir in Meschede ein ordentliches Jägerschnitzel. Kurz vor Paderborn halfen wir einer Frau, den geplatzten Autoreifen zu wechseln. Zum Dank durften wir bei Ihrer Familie übernachten und bekamen ein gutes Abendessen serviert. Tageskilometer:127

Da unsere netten Gastgeber schon früh zur Arbeit mussten, sind wir auch um 7 Uhr losgefahren. Vor Detmold überquerten wir den Teutoburger Wald und nahmen über Lemgo den Anstieg zum Weser-Bergland auf. Am Nachmittag lag ein herrlicher Ausblick aufs norddeutsche Tiefland vor uns. Nach einem kurzen Stop am Steinhuder Meer sprach mich ein Mann an, dass er mich aus dem Fernsehen kenne. Er erklärte uns den weiteren Weg. Mit der guten Wegbeschreibung fanden wir gegen halb sechs einen Campingplatz. Tageskilometer:145

Am nächsten Morgen nahm Christian den Zug von Hodenhagen nach Hause. Alleine fuhr ich durch die Lüneburger Heide weitere 90 Kilometer. In Radbruch, ein Ort bei Lüneburg, wohnt mein Onkel mit seiner Familie. Nach dem Spielen mit meinen kleinen Cousinen, fiel ich Abends totmüde ins Bett. Tageskilometer:127

Das Fruehstueck war genau richtig für die bevorstehende Tour. Hamburg durchqueren! Für Fahrradfahrer ist das kein Vergnügen. Zum Glück kam mein Onkel mit und navigierte uns mit seinem GPS durch den Stadtdschungel. In Nortorf, nördlich von Neumünster, fand ich einen Campingplatz am See. Tageskilometer: 138

Mit einem Reifenplatzer nach nur 5 Kilometer begann der nächste Morgen. Leicht genervt habe ich das Loch gefunden und geflickt. Kurz nach der dänischen Grenze begegnete ich einem anderen Radabenteurer. Er erzählte mir, dass er mit dem Rad vom Nordkap bis nach Marokko fahren möchte! Respekt! Ermutigt fuhr ich noch bis Lloyt Kirkeby, wo ich einen kleinen Campingplatz am Meer fand. Tageskilometer:148

Der nächste Vormittag lief ganz gut. Auf den wirklich hervorragenden dänischen Radwegen ging es von Aabenraa über Kolding bis kurz vor Randers. Dort suchte ich einen Campingplatz, der in meiner Karte eingezeichnet war. Ich suchte vergeblich. Ich hielt ein Auto an, um nach dem Platz zu fragen. Die beiden alten Damen lachten nur und erklärten mir, dass es den Platz seit drei Jahren nicht mehr gebe. Zusammen überlegten wir, wo der nächste Campingplatz sei. Es stellte sich heraus, dass es noch mindestens 30 Kilometer bis zum nächsten Campingplatz sind. Entnervt ließ ich alles fallen und baute mein Zelt im nächsten Feld auf. Der Platz war eigentlich ganz gut. Nur die Züge, die alle halbe Stunde, über die fünf Meter entfernten Gleise donnerten raubten mir den gesamten Schlaf. Tageskilometer:178

Nach der wirklich furchtbaren Nacht hatte ich bereits um sechs Uhr zusammen gepackt. Die Fahrt durch Dänemark ist ein Vergnügen. Plötzlich hört die Straße auf. Mit der ersten Fährfahrt der Tour überquerte ich eine Meeresbucht. Nach einer angenehmen Fahrt erreichte ich gegen drei Uhr Frederikshavn. Heute ist es Samstag und die gebuchte Fähre geht am Dienstag. Ich gönne mir keinen Tag Pause. Hubert wartet in Göteborg bereits auf mich. So können wir noch länger zusammen radeln. Ich geh zum Ticketschalter von Stena Line und kann die Fähre problemlos umbuchen. Ich kriege sogar Geld zurück, da ich nicht mehr mit der Schnellfähre fahre. Aber das ist mir sogar recht. Tageskilometer:162

Unterwegs

Erholt von der Fährfahrt, traf ich am Montagnachmittag meinen Freund Hubert in Göteborg. Er sollte die nächsten Tage mein Wegbegleiter sein. Wir zogen uns direkt unsere Regensachen an, da es schon leicht nieselte. Nach leichten Orientierungsschwierigkeiten dachten wir, auf der richtigen Strasse zu sein, leider war diese reich mit Glasscherben versehen. Der Reifen von meinem Anhänger war platt. Während ich ihn flickte, erkundigte Hubert sich nach dem weitern Weg. Es stellte sich heraus, dass unsere im Niemandsland endet. Nach langer Stadtfahrt fanden wir völlig durchnässt einen Campingplatz in Lerum. Tageskilometer: 49.

Im Nieselregen packte wir am nächsten Morgen alles wieder ein. Der Tag begann, wie der letzte aufhörte. Eine Speiche von Huberts Hinterrad war gebrochen. Zudem war auch noch sein Hinterreifen platt. Den Platten konnten wir beheben, die Speiche nicht. Durch wunderschöne Landschaften fuhren wir ohne grössere Probleme bis Falköping, wo wir uns einen Campingplatz suchten. Der Campingplatz lag auf einem Berg, von dem wir über die ganze Stadt gucken konnte. Mittlerweile schien auch wieder die Sonne. Tageskilometer: 113.

Am nächsten Morgen fuhren Hubert und ich noch zusammen bis Skövde. Dort trennten sich unsere Wege wieder. Mich zog es die Strasse weiter rauf nach Norden. ER musste weiter Richtung Stockholm, weil von dort sein Flieger nach Hause ging. Wir aßen zusammen noch eine Kleinigkeit und verabschiedeten uns. Am Abend fand ich einen Campingplatz am Vänern See. Kaum war ich angekommen sprach mich ein deutsches Ehepaar an, welches schon seit Anfang Mai durch Skandinavien reist. Sie rieten mir, die E45 durch das Inland zu nehmen. Ab da stand dann meine neue Route fest. Auf dieser gibt es zwar mehr Berge, dafür ist sie landschaftlich deutlich schöner. Tageskilometer: 112.

Am nächsten Morgen packte ich sehr früh zusammen, da ich mir für den Tag viel vorgenommen hatte. Durch die Berge Schwedens radelte ich bis Vansbro. Leider setzte gegen Mittag der Regen wieder ein. Das hielt mich allerdings nicht auf und ich kam froh auf dem Campingplatz an. Hier fand am Abend noch ein Motorbootrennen statt, welches ich aus meinem Zelt beobachten konnte. Tageskilometer: 205.


Am nächsten Tag passierte nicht viel. Frühstücken, Sachen packen, Radfahren, Campingplatz suchen, Zelt aufbauen, essen, schlafen. So sieht ein ganz normaler Tag kurz zusammengefasst aus. Dieser war genau so einer. Abends kam ich in Sveg an, wo der größtete Holzbär der Welt steht (Hier gibt es noch frei lebende Bären). Tageskilometer: 219.

Die nächsten drei Tage sollte es komplett durchregnen. Die Motivation ließ dadurch auch etwas nach. Trotzdem schaffte ich am nächsten Tag ein gutes Stück und fand einen Camping kurz vor Östersund. Verzweifelt suchte ich auf dem Campingplatz die Rezeption. Aber dort gab es keine. Eine nette Holländerin erklärte mir, dass man sich einfach einen Platz aussuchen kann und um neun Uhr kommt ein Mann, der das Geld einsammelt. Tageskilometer: 167.

Genervt von dem anhaltenden Regen ignorierte ich den Wecker und schlief weiter. Heute hatte ich mir eh eine kürzere Etappe bis nach Strömsund rausgesucht, welche auch ohne weitere Probleme verlief. Tageskilometer: 128.

Am nächsten Tag hatte ich das erste mal Rentiere gesehen. Es ist sehr amüsant, ihnen zuzugucken. Scheinbar vollkommen Orientierungslos rennen sie auf der Strasse herum . Die Autofahrer und ich haben angehalten und gewartet, bis sie den Weg in den Wald wieder gefunden haben. An diesem Tag fuhr ich über die "Grenze" nach Lappland. Die Landschaften hier sind wirklich einzigartig und faszinierend. Ermutigt von diesen Landschaften und der mittlerweile wieder scheinenden Sonne, kam ich am Abend froh in Storuman an. Tageskilometer: 202.

Die letzten Etappen

Am 17. Tag meiner Reise kam ich morgens erst spät aus dem Bett. Draußen war zwar schönes Wetter aber mit neun Grad dann doch noch recht frisch. Um halb elf hatte ich zusammengepackt und konnte losfahren. Nach ca. 90 Kilometer kam ein Baustellenschild. Die Straße wurde erneuert. Leider war sie bisher nur aufgerissen und es gab noch keinen neuen Asphalt. Nach der Anstrengung des ständigen Schiebens wollte ich mir eine ordentliche Pause gönnen. Die Mücken verhinderten diese allerdings. Am Abend lernte ich in Arvidsjaur auf dem Campingplatz zwei lustige Jungs kennen, mit denen ich mich noch bis tief in die (helle) Nacht amüsant unterhielt. Tageskilometer: 166.

Am Nachmittag zeigte ein großes Schild, dass hier der Polarkreis ist. Der Rastplatz lud, aufgrund der vielen Wohnmobile, nicht zum rasten ein und ich fuhr weiter bis nach Jokkmokk. Hier passierte, zum Glück auf dem Campingplatz, meine mit Abstand schlimmste Panne. Die Achse meines Hinterrades war gebrochen. Auf dieser lag der Anhänger auf. Jetzt war die nahezu problemlose Fahrt erstmal gestoppt. Laut fluchend überlegte ich mir, was ich machen soll. Eine neue Achse, auf der der Anhänger befestigt wird, war sicherlich nicht zu bekommen. Tageskilometer:163.

Am nächsten Morgen schickte ich ein 20 Kilo-Packet mit dem Großteil meiner Ausrüstung und meinem Anhänger nach Hause. Mit viel Glück fand ich in einer Kramkiste in einem kleinen Sportladen eine neue Achse. Gegen Mittag ging die Fahrt mit Minimalausrüstung bis nach Gällivare weiter. Ich war natürlich sehr angenehm überrascht, wie gut es sich mit so wenig Gepäck fährt. Doch das wenige Gepäck hatte natürlich auch erhebliche Nachteile. Tageskilometer: 99.

In der Nacht bekam ich kaum ein Auge zu. Ich hatte alles versucht, die Isomatte auf mein Fahrrad zu schnallen, aber sie ging einfach nicht mehr drauf und ich habe sie nach Hause geschickt. Ab dieser Nacht habe ich eigentlich jede Nacht gefroren und reichlich ungemütlich gelegen. Unterwegs kam mal wieder eine 15 Kilometer-Baustelle. Aber diese konnte mich nach der 40 Kilometer-Baustelle zwei Tage zuvor nicht mehr schocken. Am Abend kam ich in Karesuando, an der finnischen Grenze, an. Von einem Ehepaar aus Südschweden habe ich erfahren, dass ich unbedingt auf den Campingplatz zu Toni gehen sollte. Ich fragte den Mann an der Rezeption, ob er Toni sei. Er fragte daraufhin nur, ob ich Malte sei. Die Familie aus Südschweden hatte ihm geschrieben, dass ich kommen werde. Tageskilometer: 213.

Bis zur finnschen Grenze waren es nur noch zwei Kilometer. Die Landschaft von Finnland war dort relativ langweilig. Außer Seen und Wäldern gab es dort eigentlich nichts. Gegen Mittag war meine Tour durch Finnland aber auch schon wieder vorbei, da ich bereits die Grenze nach Norwegen passiert hatte. Auf den letzten 40 Kilometern bis Kautokeino hatte ich das nächste Radproblem. Ich hatte einen schleichenden Plattfuß. Eigentlich ist das ja kein Problem. Entweder immer wieder aufpumpen oder einfach flicken. Beides war allerdings nicht möglich. Man konnte hier wirklich nicht anhalten ohne von den unendlich vielen Mücken massakriert zu werden. Also fuhr ich noch zwei Stunden bis zum nächsten Campingplatz, welcher von Samen betrieben wurde. Abends lud mich die Besitzerin ein, ins Sami-Zelt zu kommen. Im Sami-Zelt war es wirklich sehr schön. Über dem offenen Feuer backten sie Brot und grillten Rentierfleisch. Beides gaben sie mir zum probieren. Tageskilomter:148.

Den Plattfuß habe ich am frühen Morgen im Bad wieder behoben. Der heutige Tag sollte mit Abstand der schönste der gesamten Reise werden. Bei herrlichem Wetter fuhr ich durch tiefe Schluchten mit Wasserfällen und kurvenreichen und rasanten Abfahrten. Gegen Mittag hatte ich Alta erreicht. Von dort aus ging es gute zehn Kilometer stramm bergauf. Danach kam ein herrliches Hochplateau. Rechts und links schneebedeckte Berge und ich mit kräftigem Rückenwind genau dazwischen. Am Abend erreichte ich glücklich den Olderfjord und baute mein Zelt auf einem kleinen Campingplatz auf. Tageskilometer: 251.

Jetzt ist tatsächlich der letzte Fahrtag auf meiner Reise angebrochen. Die Strecke führte durch Fjorde und Rentierherden. Zwischendurch gab es den einen oder anderen Tunnel, welche ich sehr schlimm fand. Besonders der Nordkaptunnel raubte mir fast die letzte Kraft. Der Tunnel ist ca. 7km lang und führt unterm Meer hindurch. Erst sind es drei Kilometer mit 8% Gefälle und am Ende wieder drei Kilometer mit 8% Steigung. Dazu kamen noch die eisige Kälte und der fürchterlich Lärm von dem Gebläse. Nach dem Tunnel waren es noch ca. 30 Kilometer bis zum Nordkap. Diese waren aber sehr anspruchsvoll. Lange und Steile Abschnitte stellten sich mir in den Weg. Doch gegen vier Uhr hatte ich das Nordkap erreicht. Bei der Ankunft wusste ich gar nicht was ich da jetzt machen soll, jetzt wo ich das Ziel erreicht habe. Ich habe ein paar Fotos gemacht, Postkarten geschrieben, mir den Nordkap-Film angeschaut und mit zwei Studenten Uno gespielt. Am Abend baute ich mein Zelt auf dem Nordkap-Plateau auf und wollte mich schlafen legen. Das Wetter hatte mittlerweile umgeschlagen und es wurde nebelig und ein leichter Sturm kam auf. In der Nacht musste ich dreimal raus das Zelt neu befestigen, da es dem Einsturz immer recht nah war. Tageskilometer: 136.

Am nächsten Morgen brach ich um vier Uhr auf um durch den Nebel 30 Kilometer zurück nach Honningsvag zu fahren. Um sechs Uhr fuhr ich 18 Stunden mit einem Schiff der Hurtigruten bis nach Tromsö. Am Mittwochmorgen war ich dann in Tromsö und guckte mir noch die Stadt an. Am Freitag ging mein Flug über Oslo und Kopenhagen nach Frankfurt. Die Fahrradmitnahme beim Flug war gar kein Problem.

Nachbericht:
Im Nachhinein war es wirklich eine Tour, bei der ich wirklich viel erlebt habe. Die Einsamkeit trieb manchmal dazu an, große Etappen zu fahren. Dies war für mich allerdings nicht schlimm, da ich mich auf dem Rad meistens ganz gut gefühlt habe. Man hat aber auch viele viele Leute getroffen, die gleich gesinnt waren und mit denen an mal ein Stück fahren konnte oder sich abends auf dem Campingplatz unterhalten konnte. Wirklich alleine ist man auch da oben nicht.

Mit dem Wetter würde ich sagen, dass ich auch Glück gehabt habe. Zwar hat es mal drei Tage durchgehend geregnet. Aber ansonsten war es, von kleineren Schauern abgesehen, recht schönes Wetter. Landschaftlich ist der Norden wirklich traumhaft schön. In Schweden war alles eher ruhig mit klaren Seen kleineren Bergen und viel Wald. In Norwegen war die Landschaft aufregender und impulsiver. Viele Felsen, Berge, Fjorde und Schluchten. Die Nordkapinsel hingegen ist sehr kahl. Dort gibt es keinen einzigen Busch mehr.

Mit der Route durch das Innland habe ich wirklich Glück gehabt. Sie war wirklich sehr einfach zu finden und vermutlich auch ein bisschen kürzer als die Strecke an der Küste.
Insgesamt bin ich jetzt 3479 Kilometer in 23 Tagen gefahren. Im Schnitt waren das ca. 151 Kilometer pro Tag. Die längste Etappe, die ich gefahren bin war am 22. Tag von Kautokeine bis zum Olderfjord. Diese 251 Kilometer waren zugleich auch die Etappe, die ich mit der schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren bin (25,03).

Die Radiowerkstatt Bonn hat Malte vor seiner Fahrt interviewt.

Zum Interview

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24. Dezember 2008 - 11. Januar 2009 :

"Mertelkrippe" in Leutenbach

Die mechanische Weihnachtskrippe, die der Wagnermeister Josef Roth in den Jahren 1923-1930 erbaute, ist in der Bevölkerung als Mertel-Krippe bekannt. Heute ist sie in Besitz seines Sohnes Franz Roth, der sie jährlich zum Weihnachtsfest in seinem Wohnzimmer aufbaut. Alljährlich ab Heiligabend kommen viele Besucher nach Leutenbach bei Forchheim in der Fränkischen Schweiz, um die Mertelkrippe im Haus Ehrenbürgstr. 1 neben der Kirche zu bestaunen. Ganze Busse fahren vor das Haus der Familie Roth, um die aufwendige Krippe zu bestaunen. Japaner haben sogar angeboten, für viel Geld eine Tournee durch Japan zu organisieren. Doch die Familie ist standhaft und bleibt aus Tradition und Heimatliebe mit der Krippe lieber in der Fränkischen Schweiz.

Am Anfang bewegten sich nur einige Figuren, die durch ein Zahnwerk angetrieben wurden. Jedes Teil wurde hierzu selbst hergestellt. Seit über 20 Jahren wird die Krippe nun wieder aufgebaut. Aus Wurzelstock, ca. 20 verschiedenen Moosarten, Tuffsteinen usw. die alle aus der Gegend um Leutenbach stammen, wird im Wohnzimmer der Familie auf einer Fläche von 4 x 2 m die fränkische Krippe gestaltet. Die aufwendige Mechanik lässt Engel auf- und niederschweben. Die Hirten und die Heiligen Drei Könige machen sich auf den Weg und werden von der Mechanik bewegen sich durch die Szene geführt.

Die ganze Krippenmechanik wird von einem 12-Volt Scheibenwischermotor angetrieben und gibt allen mechanisch eingebauten Details seine Bewegung. Alte Fahrradreifen, Flach- und Rundriemen, Kettenantriebe und Winkelgetriebe von ehemaligen Futtermaschinen anno 1910 bilden den Antrieb. Die weitere Übertragung übernehmen selbstgebaute Zahnräder, Excenter, Schubstangen und gebräuchliche Gegenstände aus der damaligen Zeit. Tüftlergeist und finanzielle Not befähigten den Krippenbauer Josef Roth zu dieser einmaligen Art des Antriebs und des Gegenlaufs, obwohl das Hauptwerk nur eine Vorwärtsbewegung hat. Es sind Haltepunkte, Drehbewegungen und Rückläufe eingebaut, die in ihrer technischen Perfektion und Einfachheit kaum zu übertreffen sind. Einfacher ausgedrückt, obwohl die Heiligen 3 Könige dem Stern folgend nach Bethlehem ziehen, laufen 5 Hirten nach einem längeren Verweilen vor der Krippe und nach einer Kehrtwendung von 180 Grad zum strohbedeckten Stall zurück.
Prunkbauten sucht man hier vergebens. Die Krippe besticht in ihrer Aufmachung durch Einfachheit und spiegelt sehr treffend die Armut der damaligen Zeit. Der Betrachter wird hier nicht nur mit dem Auge, sondern auch in seiner Seele berührt.


Familie Roth verzichtet auf Eintrittsgelder und stellt alljährlich eine Spendendose neben die Krippe, um Spenden für die Aktion „Blindheit bekämpfen“ in Bangladesch zu erbitten.


Auf diese Weise kamen in den letzten 2 Jahrzehnten über 20.000 Euro zusammen.

Vielen Dank, Familie Roth!

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Ein bisschen sein wie Nikolaus...

...das war das Motto der Projekttage in der Grundschule St. Nikolaus in Grafschaft-Ringen.

Die Kinder haben sich in diesen Tagen Gedanken darüber gemacht, wie sie anderen Menschen helfen können. Ein Vertreter der Andheri-Hilfe erzählte den Kindern von der Aktion „Blindheit bekämpfen“ in Bangladesch. Besonders beeindruckend fanden die Kinder, dass für nur 40 Euro eine Licht bringende Augenoperation finanziert werden kann. Außerdem erfuhren sie, dass sorgfältige Hygiene und vitaminreiche Nahrung Augenerkrankungen vorbeugen kann. So finanziert die Andheri-Hilfe unter anderem die Anlage von Küchengärten, in denen sich die Menschen selbst mit gesundem Obst und Gemüse versorgen können. Die Kosten für Saatgut und entsprechenden Schulungen betragen nur 10 Euro pro Familie.

Nach diesen Informationen wollten die Kinder dann konkret helfen und bastelten an den 2 folgenden Tagen schöne Sachen. Die Bastelarbeiten präsentierten sie dann am Tag der offenen Tür und boten sie den Eltern und Verwandten an.

Die besondere Idee war dabei, keinen festen Kauf-Betrag zu verlangen, sondern um eine freiwillige Spende zu bitten. Auf diese Weise ersammelten die Kinder einen Betrag, der um ein vielfaches höher war, als in den Vorjahren.

Mit der tollen Summe von 3.020.- Euro kann die Grundschule ein ganzes Eye-Camp in Bangladesch finanzieren.

Danke an alle Kinder, LehrerInnen und Eltern!

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Eskalation der Gewalt in Orissa

Seit dem 23.08.2008 verfolgen und ermorden fundamentalistische Hindus im Nordwesten Orissas Christen. Auch im Bundesstaat Karnataka gibt es seit dem 14.09.2008 Attacken gegen Kirchen und christliche Einrichtungen. Die Gewalt ist ausgeufert und zahlreiche Menschen wurden vertrieben, verletzt oder starben. Die Andheri-Hilfe ist betroffen und bestürzt und möchte ihre Solidarität mit den allen Opfern aussprechen.

Auslöser ist der Mord an dem Hindupriester Swami Laxmananda Saraswati am 23. August in Jalespata/Bezirk Kandhamal. Obwohl maoistische Rebellen sich zu dieser Tat bekannt haben, sehen seine Anhänger hinter der Tat jedoch eine Verschwörung von Christen.

Obwohl keine christlichen Organisationen, sondern von Hindus geleitet, waren auch drei Partner der Andheri-Hilfe und zahlreiche andere NGO (Nichtregierungs-Organisationen) Ziel der Angriffe und Plünderungen. Die Andheri-Hilfe steht im Kontakt zu den Partnerorganisationen und hat Unterstützung zugesagt.

Da unsere Partnerorganisationen das Vertrauen der Menschen genießen, helfen sie derzeit bei der Organisation von Flüchtlingscamps. Über 20.000 Vertriebene haben in den Camps Zuflucht vor der Gewalt gesucht. Doch die Zukunft ist unsicher. Was wird, wenn die Christen in ihre Dörfer zurückkehren möchten?

Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeit in dieser Region muss daher auf Konfliktbearbeitung liegen.

Weitere Detailinformationen liefert dieser Artikel:

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Mai - 7. September 2008:

Das größte mobile Labyrinth der Welt in der Bonner Rheinaue

Die Faszination des Irrgartens spürt jeder, der sich auf den Weg zum zentralen Aussichtsturm macht und von den anderen Besuchern mehr oder weniger erfolgreich in die Irre geführt wird. Sich zu verlaufen und den richtigen Weg zu finden, die Auseinandersetzung mit der Unsicherheit, sich trauen und vertrauen übt offensichtlich eine außerordentliche Anziehung auf alle Altersgruppen aus. Kinder, bereits ab vier Jahren, können sich alleine auf den Weg machen und finden den Weg meist schneller zum Ziel als die Eltern oder Großeltern.

Das Labyrinth wird ständig verändert

Besonders spannend ist die Tatsache, dass die Wege im Labyrinth regelmäßig verändert werden. Dabei lässt sich auch der Schwierigkeitsgrad verändern. Führt heute ein kurzer aber sehr verschlungener Weg zum Ziel, kann dort morgen schon eine unglaublich lange Sackgasse zur Verzweiflung führen. Aber keine Angst: die Wände im Labyrinth sind so angebracht, dass jeder im Notfall darunter her zum Ausgang findet.

Geübte „Labyrinth-Läufer“ können den Weg zum Aussichtsturm in 10 Minuten finden. Im Durchschnitt benötigen die Besucher jedoch deutlich länger. Das hängt natürlich auch davon ab, wie gut oder schlecht die Besucher auf dem Turm, die „Verirrten“ beraten. Doch Vorsicht: Die Informationen „von oben“ sind häufig falsch. Sie stehen dann am Ende, in einer langen Sackgasse und müssen auch noch den Spott der anderen ertragen. Wenn Sie es dann aber geschafft haben, dann sind Sie selbst dran…

Auch in diesem Jahr möchte der Veranstalter Rolf Rau den Reinerlös aus den Eintrittsgeldern an Projekte der Andheri-Hilfe zur Verminderung von Kinderarbeit in Indien spenden.

Weitere Informationen zum Labyrinth finden Sie hier
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23. Mai 2008 - Sponsorenlauf im Siebengebirge

Klack klack klack,tapp tapp tapp... sind die unzähligen Schritte der vielen Mädchen und Jungen zu hören, die Runde für Runde um den Sportplatz laufen. Die Schülerinnen und Schüler aus den 17 Klassen der Hauptschule Königswinter-Oberpleis im Siebengebirge haben sich ein Ziel gesetzt:

So viel Geld wie möglich für den Guten Zweck erlaufen!

Dabei musste sich jeder im Vorfeld "Sponsoren" suchen, die für jede gelaufene Runde einen vorher festgelegten Betrag spenden. Als Sponsoren wurden Eltern, Onkel und Tanten, Omas und Opas, Bekannte und Geschäftsleute in der Umgebung verpflichtet. Je mehr Runden gelaufen werden, umso größer ist am Ende der Spendenbetrag. Einige der Mädchen und Jungen konnten gar nicht aufhören und liefen 30, 40, 50, 60 und mehr Runden! Bei sehr warmem Wetter mussten die Lehrerinnen und Lehrer der Schule darauf achten, dass jeder genug trinkt und sich niemand übernimmt.

Idee und Organisation des Sponsorenlaufs kamen von der Klasse 7b, die auch das Zählen der Runden übernahm. Die Klasse hatte schon im März gemeinsam mit der Sozial-Pädagogin der Schule, Frau Green-Ottens, und dem Klassenlehrer Herrn Kretz eine Aktion für die Andheri-Hilfe durchgeführt. Damals wurden selbstgebackener Kuchen und gebastelte Holzgegenstände in der Innenstadt verkauft. Für Frau Green-Ottens ist es besonders wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen über den eigenen Tellerrand hinweg schauen und Verantwortung für Menschen übernehmen, die Hilfe benötigen.

Die Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag 4884,52 Euro erlaufen! Die gesamte Schüler- und Lehrerschaft hat sich am letzten Schultag in der Aula versammelt, um diesen Betrag an die Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe, Rosi Gollmann, zu übergeben. Frau Gollmann war begeistert vom Engagement und der Hilfsbereitschaft der Schule. Sie hat erklärt, wie vielen Menschen mit dem gesammelten Geld zu einer Augenoperation verholfen werden kann: Da eine Operation 40 Euro kostet, können in Bangladesch 122 Menschen auf ein Leben mit gesundem Augenlicht hoffen.

Danke für Eure Hilfe!

Cesar und Ardun können nach vielen Runden noch lachen

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12. - 16. Mai 2008: Planet Diversity - Konferenz in Bonn

Fünf Tage lang wurde während der Verhandlungen der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt in Bonn diskutiert, wie Bauern, Verbraucher, Lebensmittelhersteller, Gärtner und Saatgutretter, Umweltschützer, Indigene, Wissenschaftler, Gentechnik- und Globalisierungskritiker, Menschenrechts-, Entwicklungs- und Frauenorganisationen und andere soziale Bewegungen zusammenarbeiten können, um sowohl die natürliche Vielfalt als auch die Vielfalt unserer Kulturen zu bereichern und verteidigen. Vielfalt ist das Überlebensprinzip und die Produktivkraft der Natur. Sie ist auch der gemeinsame Wert einer weltweiten Bewegung, die sich gegen industrielle Monokulturen und Monotonie, gegen Hunger, Armut, Ungerechtigkeit, Ignoranz und kulturelle Verarmung zur Wehr setzt. Wir wollen einander Geschichten erzählen, Erfahrungen austauschen, gemeinsame Strategien entwickeln und praktische Zusammenarbeit vereinbaren.

Ein Festival der Sinne und der Vielfalt bildete am 12.05.2008 in der Bonner Rheinaue den Auftakt von "Planet Diversity". Es markierte den Beginn der in den folgenden Wochen stattfindenden Verhandlungen im Rahmen der Konvention über die Biologische Vielfalt.

In den Ressourcenschutz-Projekten der Andheri-Hilfe wird ökologischer Anbau von Mischkulturen mit vielfältigen traditionellen Sorten betrieben. Hierdurch kann auf den Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern verzichtet werden. Die Gefahr von Ernteausfällen bei Mischkulturen ist geringer und die Nahrungsmittelversorgung der ländlichen Bevölkerung wird langfristig gesichert. Andheri-Hilfe beteiligte sich am 12.05.2008 im Südasien-Zelt mit einem Aktions-Stand.

Hier finden Sie Informationen zu den Ressourcenschutz-Projekten der Andheri-Hilfe

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"Wünsch Dir was von den G8"

"Deine Stimme gegen Armut" startete die Mitmachaktion "Wünsch Dir was von den G8" zum diesjährigen G8-Gipfel in Japan (7. bis 9. Juli 2008). In Anlehnung an die japanische Tradition des Tanabata rief die Aktion dazu auf, dass jeder seinen individuellen Wunsch nach mehr Engagement in der weltweiten Armutsbekämpfung formuliert. Die Wünsche wurden gesammelt und am 3. Juli vor dem G8-Gipfel als 'Stimme der Bevölkerung' an die Bundesregierung übergeben. Andheri-Hilfe Bonn als eine der Trägerorganisationen hat sich an dem Aufruf beteiligt.
Sie können auch jetzt noch ihre Wünsche direkt bei www.deine-stimme-gegen-armut.de eintragen.

Was ist Tanabata?

In der japanischen Tradition des Tanabata werden am Abend vor dem 7. Juli Bambusbäume aufgestellt. An diese Bäume hängen Menschen Zettel mit Wünschen, in der Hoffnung, dass sich diese erfüllen. 2008 ist der 7. Juli der erste Tag des G8-Gipfels.
Am 7. Juli, an Tanabata, treffen sich am Himmel die Sterne Wega und Altair. Der Überlieferung nach symbolisieren die Sterne einen Rinderhirten und eine Weberin, die so verliebt waren, dass sie ihre Arbeit vergaßen. Der Himmelsgott war darüber so erbost, dass er das Paar getrennt an beide Ufer des großen Flusses (der Milchstraße) verbannte. Weil die beiden aber vor Kummer immer noch nicht arbeiten konnten, dürfen sie sich einmal im Jahr treffen - an Tanabata.

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PREIS DES PRESSECLUBS 2008

Der Presseclub ist ein staatliches Medienforum für den gesamten indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Der Preis für die besten Leistungen des Jahres 2008 wurde in diesem Jahr dem Partner der Andheri-Hilfe, der ARD (Association for Rural Development), verliehen.

Der Preis gilt dem Engagement zur Abschaffung der weiblichen Kindstötungen und dem Beitrag zur Erhöhung der weiblichen Bevölkerung in den letzten Jahren.

Am 23.08.2008 wurde der Preis im International Hotel (Theni District) an die ARD übergeben. Diese Anerkennung auf staatlicher Ebene ist ein Zeichen der gemeinsamen Anstrengungen mit der Gemeinde Kallar, insbesondere im Hinblick auf die Praxis der weiblichen Kindstötungen, die in dieser Gemeinde vollständig abgeschafft werden konnte.

Wir widmen diesen Preis der Gründerin der Andheri-Hilfe Bonn, unserer hochgeschätzten Frau Rosi Gollmann, und dem Andheri-Team! All dies war uns nur möglich durch die Ermutigung, Leitung und wertvollen Ratschläge - mehr als noch die finanzielle Hilfe - die uns durch die Andheri-Hilfe gegeben wurden", so die ARD - Direktorin Dr. Daizu Rani.

Während der Verleihungsveranstaltung des Presseclubs wurde Frau Dr. Daizu Rani, gebeten, über ihre Erfahrungen mit ARD bei der Abschaffung von weiblichen Kindstötungen zu berichten. Sie erzählte von den Schwierigkeiten, die ARD in den vergangenen 15 Jahren mit Hilfe der Andheri-Hilfe meistern musste. Alle Teilnehmer waren stark berührt und applaudierten heftig.

Frau Daizu Rani: "Wir möchten unseren herzlichsten Dank denen aussprechen, die mit uns Hand in Hand dieses Projekt durchgeführt haben, und unserem Allmächtigen Gott."
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Andheri-Hilfe für Transparenz ausgezeichnet

Zum dritten Mal in Folge zeichnet PricewaterhouseCoopers deutsche Spendenorganisationen, die eine vorbildliche Berichterstattung vorweisen können, mit dem Transparenzpreis aus. Die Andheri-Hilfe erhielt 2007 einen Sonderpreis.

Zur Begründung heißt es:

"Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. ist der Jury des Transparenzpreises besonders positiv aufgefallen, da sie ihre Berichterstattung im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert hat, obwohl sie im Feld der diesjährigen Bewerber zu den Organisationen mit dem niedrigsten Spendeneinkommen gehört. Die Jury belohnt dies als beispielhaftes Engagement und zur Ermutigung für weitere Verbesserungen mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro."

Andheri-Hilfe freut sich über die Auszeichnung und wird die Spende für ein Eye-Camp in Bangladesch einsetzen, bei dem mehr als 1.000 Augenkranke und Blinde untersucht und behandelt werden.

Bärbel Schäfer und Monika Schuck haben prominente und nicht-prominente Frauen aus den unterschiedlichsten Berufen interviewt und zeigen, dass die "besten Jahre" heute längst keine Frage des Alters mehr sind. Im Gegenteil! Rosi Gollmann, 80 Jahre, stellt Ihren Beitrag unter die Überschrift: "Je mehr ich mich für neue Herausforderungen öffne, desto jünger bleibe ich." Das Buch ist erschienen im Kiepenheuer Verlag, ISBN 978-3-378-01091-8

 

 

 

 

 

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Messdiener-Traubensaft von der Nahe

Der Weinstock hat im christlichen Glauben eine große Bedeutung, was die Obermessdiener aus Langenlonsheim auf die Idee gebracht hat, einen eigenen Messdiener-Traubensaft herzustellen.

Im jährlichen Wechsel wird jeweils ein Weingut der Pfarreiengemeinschaft Langenlonsheim / Laubenheim, Bretzenheim und Rümmelsheim / Dorsheim den "Messdiener-Traubensaft" herstellen. Der diesjährige Saft kommt vom Weingut Glöckner aus Bretzenheim an der Nahe. Der Verkauf kommt nicht nur der Messdienerkasse zugute, sondern auch der Aktion Blindheit bekämpfen in Bangladesch.

Langenlonsheimer Pfarrfest: Blindenparcours öffnete vielen Besuchern die Augen für die Not der Blinden in Bangladesch

Zum Pfarrfest in Langenlonsheim gestalteten die Messdiener der Pfarrei einen Blindenparcours, bei dem interessierte Besucher mit verbundenen Augen im Pfarrgarten über Hindernisse geführt wurden. Es war dem Organisationsteam der Messdiener wichtig, den Gästen zu zeigen, wie hilfebedürftig man ist, wenn man nichts mehr sehen kann. Mit dem Parcours konnten sie viele Menschen für ihr Botschafter-Projekt begeistern.

Eine Messdienerin des Organisationsteams berichtet: "Es ist schon seltsam: Da habe ich den Blindenparcours für das Pfarrfest in Langenlonsheim mitgeplant und die Stationen aufgebaut. Unzählige Male bin ich die Stecke abgelaufen, um zu sehen, ob alles an seinem Platz und gut zu bewältigen ist. Und auf einmal war alles anders. - Dieses eine Mal nämlich wurde ich selbst mit verbundenen Augen über die Hindernisse geführt. Ein merkwürdiges, ja fast schon unheimliches Gefühl. Sich buchstäblich blind auf andere verlassen zu müssen kostet Überwindung. Ich bekam einen Eindruck davon, wie es für Blinde in Bangladesh sein muss, stets auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Und doch ist etwas anders: Ich darf nach fünf Minuten die Augenbinde abziehen und ins Licht blinzeln. Und genau in diesem Bewusstsein kann ich den Parcours bewältigen. Doch den Menschen in Bangladesh ist dies nicht so einfach vergönnt. Viele sind blind. Und die meisten bleiben es für den Rest ihres Lebens. Wir können helfen: Schenken wir den Blinden in Bangladesh ein neues Augenlicht!"

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21. September 2008 - Weltkindertag in Köln, Rheingarten und Heumarkt

Am 21.September feierten Kinder mit ihren Eltern das größte Weltkindertag-Fest in Nordrhein-Westfalen im Herzen von Köln. Über 100.000 Kinder und Eltern aus dem ganzen Rheinland nutzten das Angebot des Weltkindertag-Festes und ließen sich von den vielen Aktionen und den Bühnenprogrammen begeistern.

Die Andheri-Hilfe machte auf die Situation der schätzungsweise 40-100 Millionen Kinder in Indien aufmerksam, die hart schuften müssen, um zu überleben. Kinderarbeiter können nicht zur Schule gehen, können ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten nicht entfalten. Sie werden um ihre Kindheit betrogen, und Aussichten auf eine bessere Zukunft gibt es für sie nicht.

Am Stand der Andheri-Hilfe konnten Kinder und Eltern verschiedene Arten der Kinderarbeit kennen lernen. An einer „Streichholzfabrik“ (siehe Foto) haben die Kinder selbst Streichhölzer eingelegt und in wenigen Minuten erkannt, wie schwer die Arbeit ist. In Indien arbeiten die Kinder in hunderten Streichholzfabriken täglich 10 Stunden und mehr - auch Fünf- und Sechsjährige! Dabei müssen sie den ganzen Tag in schwefelverseuchter Luft verbringen.

Projekte zum Thema „Kinder und Jugendliche“

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Hunsrück Gospel Family begeistert

11. März 2006. Es schneit im Hunsrück. Ein Wetter, bei dem man kaum vor die Tür geht. Aber in Laudert platzt die Kirche aus allen Nähten. Man rückt zusammen. Trotzdem müssen viele stehen. Gibt es hier in diesem Dorf so viele enthusiastische Christen, die zur Vorabendmesse gehen?

Elvira Greiner mit dem Geburtstagskind und der Hunsrück Gospel Family Eine gefüllte Spendenbox und zufriedene Gesichter

 

Des Rätsels Lösung ist einfach: Die "Hunsrück Gospel Family" hat sich zum Gospelkonzert angesagt. Mit "Let us go into the house of the Lord" ziehen die Sängerinnen und Sänger ein. Mit ihren lebhaften Rhythmen und Gesängen ziehen sie die Zuhörer schnell in ihren Bann. Bei den afrikanischen Klängen von "Akanamandla" kommt so richtig Stimmung auf. Keiner bleibt unberührt von "This little light of mine". Und das Lied "Sei behütet" gilt heute ganz besonders dem Geburtstagskind. Er ist selbst Sänger im Chor. Wird heute 40 Jahre alt. Er hat schon selbst hautnah erfahren, dass es nicht selbstverständlich ist, mit 40 noch seinen Geburtstag zu feiern. Und er möchte seiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Die Freude dieses Festes soll ausstrahlen auf andere Menschen. Auf Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Die im Dunkel leben. Die blind sind. Für nur 40 Euro kann ein blinder Mensch in Bangladesch operiert werden und das Augenlicht wiedererhalten. Das Geburtstagkind kann den Blick von Hasna in den Spiegel nicht vergessen. Hasna ist 14. Sie war 11, als sie erblindete. Drei Jahre später kann sie mit Spenden der Andheri-Hilfe operiert werden. Die Binde wird abgenommen. Sie schaut in den Spiegel. Welch unbeschreibliche Freude!

Das Benefiz-Konzert in Laudert hat 1.581,28 Euro erbracht. Damit können 40 Blinde in Bangladesch operiert werden. 40 Menschen können bald wieder sehen. Dieses "Geburtstagsgeschenk" werden sie nie mehr vergessen!

Ein herzliches Dankeschön den Sängerinnen und Sängern und vor allem dem Geburtstagkind!

 

 
 

Rosi Gollmann, "ausgezeichnete" Gründerin der Andheri-Hilfe

Bundespräsident Horst Köhler hat der Gründerin und Ehrenvorsitzenden der Andheri-Hilfe das Große Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Insignien wurden ihr in einer Feierstunde im Alten Bonner Rathaus am Dienstag, dem 22. November 2005, von der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann überreicht.

Rosi Gollmann wurde damit eine besonders hohe Ehre für Ihr Lebenswerk zuteil. Dabei betont sie immer wieder, dass es ihr nicht um persönliche Anteilnahme geht, sondern dass sie alle Auszeichnungen stellvertretend für die vielen Menschen in Indien, Bangladesch und Deutschland annimmt, die sich im Laufe von mehr als 40 Jahren im Rahmen der Andheri-Hilfe gemeinsam mit ihr für ein menschenwürdigeres Leben - insbesondere der armen und unterpriviligierten Bevölkerungsgruppen - engagiert haben.

Klar ist jedenfalls, dass ohne den unermüdlichen Einsatz von Rosi Gollmann aus der kleinen Privatinitiative für ein Findelheim in Andheri bei Bombay im Jahre 1960 niemals eine so erfolgreiche und anerkannte Organisation der Entwicklungszusammenarbeit erwachsen wäre!

 

 
 

"Eine bessere Welt ist möglich"

- Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit" lautet der Titel eines neuen Buches von Franz Alt, Rosi Gollmann und Rupert Neudeck. Ermutigt durch die weltweite Solidarität nach der Tsunami-Katastrophe fordern die Autoren einen Aktionsplan für die Dritte Welt - vergleichbar der Hilfe, die Deutschland durch den Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg zuteil wurde. R. Gollmanns faszinierender Beitrag überzeugt den Leser anhand konkreter Erfahrungen aus 40 Jahren Basisarbeit in Indien und Bangladesch, dass es tatsächlich erfolgreiche Konzepte gibt.

Die Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe demonstriert, wie ganz praktisch Armut, Krankheiten und Ungerechtigkeit überwunden werden können. Anhand vieler anschaulicher Beispiele berichtet sie, wie die Armen sich selbst helfen, sich zusammenschließen, Verhandlungsmacht gewinnen und um ihre Rechte kämpfen: Frauen sparen und beginnen einen Kleinhandel. Blinde nehmen nach einer Operation wieder aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Kinderarbeiter und Prostituierte befreien sich aus ihrem Sklavendasein, und Mädchentötung gehört jetzt in vielen indischen Dörfern der Vergangenheit an.

Respekt vor der Würde dieser Menschen steht an erster Stelle. Entwicklung darf nicht von außen kommen oder von oben übergestülpt werden: Die Betroffenen selbst müssen ihre Prioritäten setzen. Darum sucht die Autorin auf ihren Projektreisen immer die Nähe zu ihnen. Sie weigert sich etwa, am einzigen Tisch eines Dorfes Platz zu nehmen, während die Kastenlosen am Boden hocken. Sie setzt sich zu ihnen, um auf Augenhöhe mit den Partnern zu diskutieren.

R. Gollmann bettet ihr Konzept ein in einen umfassenden geschichtlichen Überblick über unterschiedlichste Modelle für eine bessere Welt. Entscheidende strukturelle und nachhaltige Wirkungen hält sie nur für möglich, wenn Arme und Entrechtete selbst gesellschaftlich und politisch aktiv werden. Unideologisch wirbt sie um Einsicht in die Zusammenhänge zwischen Problemen in Entwicklungsländern und dem Verhalten von Menschen in Industrieländern. Die zwingende Konsequenz: Verhaltensänderungen bei uns sind die notwendige Voraussetzung für eine bessere Welt.

Das Buch erscheint zur Frankfurter Buchmesse im Oktober im Riemann-Verlag (ISBN: 3-570-50069-1) und kostet 19 €.

Dr. Franz Josef Micha

 

 
Bangladesch - Fluthilfe ein Erfolg

August 2005: Kalpana Rani melkt ihre Kuh. Sie wirkt gelöst, lächelt. Später erzählt die Frau aus Joypurhat ihre Geschichte, die Geschichte der Flutkatastrophe 2004. "Als die schlimme Flut kam, verlor meine Familie fast alles. Von der Hilfe, die uns die Regierung zugesagt hatte, sahen wir nichts. Wir wussten nicht, wie es weitergehen sollte. In unserer Selbsthilfegruppe sprachen meine Kolleginnen und ich über die Situation. Die Mitarbeiter von Dustha Manobater Seba Sangstha (DMSS) beruhigten uns. Andheri-Hilfe wird uns helfen, damit wir uns selbst helfen können. Auf dem Weg nach Hause spürte ich Hoffnung."

In den Augusttagen 2004 gingen viele Hilferufe von Partnerorganisationen wie DMSS und den angeschlossenen Selbsthilfegruppen bei uns ein. Für uns war klar, dass schnellstmöglich Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten wiederhergestellt werden mussten. Die begonnene erfolgreiche Entwicklungsarbeit von Tausenden von Selbsthilfegruppen musste weitergehen.

Die Hilfe setzte schnell ein. Über 4.000 Familien konnte durch Darlehen geholfen werden, die Folgen der Flut zu überwinden. Das Saatgut sicherte die nächste Ernte. Hühner und Kühe schufen eine verlässliche Einkommensquelle. Fischernetze brachten das Lächeln in die Gesichter der Menschen zurück.

Die Krise ist überwunden! In den betroffenen Regionen haben sich Komitees gegründet, die Maßnahmen erarbeiten, um künftige Katastrophen in ihren Wirkungen abmildern zu können. Viele Menschen haben begonnen, ihre Häuser auf höherem Untergrund zu errichten. Ein so genannter Katastrophenfonds ist angelegt worden, aus dem zumindest ein Teil der Wiederaufbaumaßnahmen im Falle eines erneuten Unglücks finanziert werden kann. Das Grundkapital des Fonds darf nie aufgebraucht werden.

Die Menschen bekommen keine Geschenke. Sie müssen hart arbeiten und die Darlehen müssen selbstverständlich bis auf den letzten Cent zurückbezahlt werden. Die Gelder stehen dann für andere Entwicklungsaufgaben zur Verfügung.

Und Kalpana Rani? Sie hat sich für 62,50 Euro nicht nur eine Kuh gekauft, sondern auch Kartoffeln angebaut. Die Erlöse der ersten Kartoffelernte waren fast so hoch wie das gesamte Darlehen. Aus dem Verkauf der Milch erhält sie jeden Monat 15 Euro. "Meiner Familie geht es wieder gut. Vielen Dank Andheri-Hilfe!"

 

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