Bangladesch: Hoffnung für Teegartenarbeiter und Weber
Die Lebenssituation der in den Teegärten und mit traditioneller Weberei beschäftigten ethnischen Minderheiten im Distrikt Moulvibazar ist charakterisiert durch chronische Armut. Arbeitslosigkeit, Krankheit und fehlende Chancengleichheit, letztere oft in Kombination mit offener Diskriminierung, sind die wichtigsten Faktoren, die zu Armut führen. Andheri-Hilfe unterstützt seit Anfang November 2005 (bis März 2009 mit Unterstützung des BMZ) ein Projekt gegen die Armut im Nordosten Bangladeschs. Es ist das erste integrierte Entwicklungsprojekt, das seit der Entstehung Bangladeschs von einer Entwicklungsorganisation in den Teegärten des Landes umgesetzt wird. Die Lebenssituation der Menschen
Die Monipuri, die zweite große Zielgruppe des Projekts, leben traditionell vom Weben und der Landwirtschaft. Auch fertigen sie Holzmöbel an. Sie besitzen nur das Land, auf dem ihre einfachen Behausungen errichtet wurden. Einige wenige besitzen kleinere Parzellen, auf denen sie Gemüse für den Eigenbedarf und Verkauf anbauen. Andere arbeiten als Landarbeiter für einige Monate im Jahr. Die Weberinnen unter ihnen arbeiten mit veralteten Geräten, leiden unter oft hohen Einkaufspreisen für die benötigten Materialien und schlechten Verkaufserlösen.
1. Projektphase: November 2005 - März 2009Diese Projektphase stand im Zeichen des Aufbruchs und der Weichenstellungen. 181 Selbsthilfegruppen wurden aufgebaut, 900 Latrinen und 100 Brunnen errichtet. 1.800 Kinder erhielten Vorschul- und Schulunterricht. 223 Jugendliche und junge Erwachsene erhielten eine berufliche Ausbildung, 3.270 Personen eine berufliche Fortbildung (z.B. Milchkuhhaltung, Küchengartenanlage, Kompostherstellung und biologische Schädlingsbekämpfung, Nahrungsmittelverarbeitung). Fortbildungen der Hebammen und Gesundheitsberatung gehörten ebenso zum Projektalltag wie die Dialoge der Projektmitarbeiter und der Zielgruppe mit den Teegartenbehörden und Managern, Regierungsvertretern religiösen Führern oder Vertretern der Zivilgesellschaft. Gerade die Dialoge führten zu einer Stärkung des gruppeninternen Zusammenhalts und der Anbindung des Projekts an das Projektumfeld. Die Erfolge stellten sich ein: Das Pro-Kopf-Einkommen der Zielgruppe verdoppelte sich. Der Anteil der saubere Latrinen nutzenden Personen stieg von 6% auf 56%. Das Krankheitsaufkommen sank um ein Drittel. Ende 2008 fand gar ein erster Streik der Teegartenarbeiter statt. Die Folge: höhere Löhne. Gegenüber der Lokalregierung tritt die Zielgruppe nun auch selbstbewusster auf. Man weiß um seine Rechte und klagt sie nun ein. Das Selbstbewusstsein wächst.
2. Projektphase: April 2009 - März 2012 Die Teegartenarbeiterinnen und -arbeiter und Weberinnen haben schon viel erreicht. Damit die Armut aber der Vergangenheit angehört, sind sie auf weitere Unterstützung angewiesen. Helfen Sie bitte mit! Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 Kontonummer 40 006 Kennwort: BD170605 Zur Online-Spende!
|
||||||||
|
|
||||||||